Mittwoch, 23. Mai 2012
Anmelden   |   Sie befinden sich hier: Startseite - Sport

Die Bayern dominieren wiederBorussia siegt nach Elfer-GeschenkAuf dem Allerwertesten ins Halbfinale gerutschtStanislawski nach Pokal-Pleite gegen Fürth am Boden?

Stuttgart. Der FC Bayern München hat zurück zu alter Stärke gefunden und souverän das Halbfinale im DFB-Pokal erreicht. Das 2:0 (1:0) gestern Abend beim dankbaren Aufbaugegner VfB Stuttgart dürfte die in den vergangenen Tagen aufgekommene Unruhe in München erst einmal eindämmen. Franck Ribéry (30. Minute) und Mario Gomez (46 (Veröffentlicht am 09.02.2012)

1328735256

Der Bayern-Express rollt ins Pokal-Halbfinale! Die Münchner Thomas Müller (von links), Franck Ribéry, Mario Gomez, Rafinha, Philipp Lahm und Toni Kroos jubeln nach dem Gomez-Treffer zum 2:0 beim insgesamt chancenlosen VfB Stuttgart. Foto: Daniel Kopatsch/dapd

Foto:

1328732803

Die Gladbacher Juan Arango (li.) und Marco Reus freuen sich über den Einzug ins Pokal-Halbfinale. Foto: Lang/dapd

Foto 1 / 1
Stuttgart. Der FC Bayern München hat zurück zu alter Stärke gefunden und souverän das Halbfinale im DFB-Pokal erreicht. Das 2:0 (1:0) gestern Abend beim dankbaren Aufbaugegner VfB Stuttgart dürfte die in den vergangenen Tagen aufgekommene Unruhe in München erst einmal eindämmen. Franck Ribéry (30. Minute) und Mario Gomez (46.) schossen vor 57 500 Zuschauern die Treffer für die Bayern, im Blickpunkt stand aber auch noch ein anderer Star. Denn mit der Verletzung von Bastian Schweinsteiger mussten die Münchner den Pokal-Erfolg teuer bezahlen.

Der Nationalspieler wurde nach einem Tritt von Georg Niedermeier auf den Knöchel bereits nach einer Viertelstunde ausgewechselt. Nach Angaben von Sportdirektor Christian Nerlinger soll eine Untersuchung heute in München Aufschluss über die Schwere der Blessur Schweinsteigers geben.

"Wir wollten ins Halbfinale, da sind wir. Ganz wichtig war die Art und Weise. Heute war ein erster Schritt. Es war noch nicht perfekt, aber so kann es weitergehen", bilanzierte Torschütze Gomez recht einseitige 90 Minuten. Auch Coach Jupp Heynckes war zufrieden: "Wir haben in der Defensive nichts zugelassen und wieder zügig nach vorne gespielt. Aus meiner Sicht haben wir sehr gut gespielt."

Die Gastgeber erkannten den verdienten Erfolg der Münchner an. "Uns hat heute ein bisschen der Mut gefehlt", gestand Stuttgarts Torhüter Sven Ulreich, der eine höhere Niederlage verhinderte. Nach dem Ausfall Schweinsteigers fehlte Coach Jupp Heynckes neben Arjen Robben, den er auf der Bank gelassen hatte, ein weiterer Spielgestalter - zu spüren war davon auf dem Rasen allerdings wenig. Nur 20 Minuten lang stand der Süd-Klassiker im Zeichen der Schwaben, während sich die Bayern trotz der mahnenden Worte ihres Trainers zunächst ähnlich einfallslos präsentierten wie in den vergangenen Wochen. Beim Kopfball von Winter-Einkauf Vedad Ibisevic (10.) lag sogar die Führung für den VfB in der Luft.

Doch dann erwies sich ein Lattenschuss von Toni Kroos (20.), der auf der Zehner-Position deutlich besser zur Geltung kam als in defensiverer Rolle, als Muntermacher für die Münchner. Fortan bestimmte der immer selbstsicherer aufspielende Rekord-Pokalsieger das Geschehen gegen einen VfB, der stark abbaute.

Der Wechsel des Schweizer Nationalspielers Xherdan Shaqiri zur kommenden Saison zu Bayern München ist laut übereinstimmenden Medienberichten perfekt. Der Mittelfeldspieler vom FC Basel, Münchens Gegner im Achtelfinale der Champions League, unterschreibt demnach einen bis 2016 geltenden Vertrag. Als Ablösesumme für den 20-Jährigen sind samt Bonus-Zahlungen zwischen neun und zwölf Millionen Euro im Gespräch.

Kiel. Es ist ein Mix aus Erleichterung und Wut, mit der Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke am späten Dienstagabend das Stadion verlässt. Viel Freude über das 4:0 (2:0) im Viertelfinale des DFB-Pokals bei Viertligist Holstein Kiel ist nicht zu erkennen. "Das war in der zweiten Hälfte Schlittschuhlaufen, extrem gefährlich für die Spieler. Der DFB muss da reagieren", findet Watzke. Der Sieg des amtierenden Meisters gegen den von 1912 ging unter. Watzke fordert eine Rasenheizungs-Pflicht ab dem Pokal-Viertelfinale, ansonsten müsse ein Ausweichstadion bereitstehen. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will prüfen, ob eine Anpassung der Durchführungsbestimmungen sinnvoll ist.

Eine Rasenheizung gibt es im Kieler Stadion nicht. Der Platz sollte mit einem Zelt bis kurz vor dem Anpfiff warm gehalten werden. Das klappte bei Temperaturen um minus zehn Grad nicht wirklich. Verletzt hatte sich auf dem feuchten, später vereisten Rasen niemand, Bodenhaftung gab es gegen Spiel-ende aber auch nicht mehr. Reihenweise lagen Spieler auf ihrem Allerwertesten.

"Das waren brandgefährliche Bedingungen. Aber es war ein Live-Spiel im TV. Deshalb musste man das eben durchziehen", moniert BVB-Trainer Jürgen Klopp, der von irregulären Bedingungen spricht - mit denen der Bundesligist besser zurecht kam. Und so lebt der Traum, die Vorsaison mit der Meisterschaft zu toppen - auch wenn das Wort "Double" beim Tabellenführer tabu ist. "Davon sind wir weit entfernt", sagt Watzke. Jedoch wird vom Pokalsieg geredet. Verteidiger Mats Hummels: "Natürlich wollen wir nach Berlin zum Finale fahren. Und da will man natürlich auch gewinnen." Und beim Lauf des BVB ist das Double nicht ausgeschlossen. Ohne Gegentor ist Dortmund ins Halbfinale eingezogen. Die letzte Liga-Pleite kassierte der Meister im September - beim 1:2 bei Hannover 96. dapd

Berlin. Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach ist nach einem 2:0 (0:0)-Sieg nach Verlängerung bei Hertha BSC ins Halbfinale des DFB-Pokals eingezogen. Die Treffer für die Mannschaft des früheren Hertha-Trainers Lucien Favre vor 47 465 Zuschauern im Olympiastadion erzielte Filip Daems nach Foulelfmeter (101.) und Oscar Wendt (120. +1). Hertha-Abwehrspieler Roman Hubnik hatte in der 100. Minute nach einer Tätlichkeit im eigenen Strafraum gegen Igor de Camargo die Rote Karte gesehen. Schiedsrichter Felix Brych entschied bei der Aktion zudem auf einen umstrittenen Elfmeter.

"Ein Erfolg in diesem Spiel wäre natürlich enorm wichtig, um auch für die kommenden Aufgaben in der Bundesliga Selbstvertrauen zu tanken", hatte Herthas Trainer Michael Skibbe vor der Partie gesagt. Dabei ruhten die größten Hoffnungen auf dem Brasilianer Raffael, der zum ersten Mal nach einer Sperre wieder dabei war. Der Berliner Trainer konnte wieder auf die Verteidiger Andre Mijatovic sowie Christoph Janker und Kapitän Mijatovic zurückgreifen. Favre dagegen musste auf Innenverteidiger Martin Stranzl (Grippe) verzichten. Für ihn spielte wieder Roel Brouwers.

Die Berliner starteten gut in die Begegnung gegen abwartende Gladbacher. Angreifer Pierre-Michel Lasogga hatte in der 17. Minute die erste Möglichkeit. Brouwers aber klärte im letzten Augenblick. In der Folgezeit legten beide Teams den Fokus darauf, keine Fehler zu machen. Torchancen erspielten sie sich aber kaum. Die besten hatten die Berliner, doch sowohl Raffael (30.) als auch Lasogga (37.) verzogen knapp. Die Gladbacher kamen erst in den Schlussminuten der regulären Spielzeit auf. Der eingewechselte de Camargo vergab aber nach Pass von Hanke (78.).

Die Entscheidung fiel in der 100. Minute. Der tschechische Innenverteidiger Hubnik beschwerte sich bei de Camargo vehement über dessen vermeintlich hartes Einsteigen. Der Belgier täuschte dabei einen Kopfstoß Hubniks vor und ließ sich theatralisch fallen. Schiedsrichter Brych zeigte Hubnik die Rote Karte und entschied auf Elfmeter, den Daems verwandelte (101). Ramos hatte noch die Möglichkeit zum Ausgleich. Doch der Kolumbianer verzog. Der eingewechselte Wendt sorgte kurz vor dem Abpfiff für den Endstand. dapd

Sinsheim. Nach der Pokal-Blamage gegen die SpVgg Greuther Fürth dürften die Tage von Holger Stanislawski als Trainer von 1899 Hoffenheim gezählt sein. Mit zehn Spielern verlor der Bundesliga-Achte gestern Abend im Viertelfinale gegen den Zweitliga-Spitzenclub nach einer desolaten Leistung mit 0:1 (0:1). Vor 14 000 Zuschauern in Sinsheim besiegelte ein Tor von Olivier Occean in der 44. Minute die Pokal-Sensation, die Fürth erstmals ins Halbfinale beförderte. Zu diesem Zeitpunkt waren die Hausherren nach der Roten Karte für Marvin Compper (36.) wegen einer Tätlichkeit nur noch zu zehnt.

Vor der Partie gegen den ambitionierten Zweitligisten hatte sich Stanislawski von der öffentlichen Kritik durch Club-Mäzen Dietmar Hopp unbeeindruckt gezeigt: "Wichtig ist, dass die Jungs funktionieren." Nach fünf Heimspielen ohne Sieg fehlte den Kraichgauern aber die Sicherheit. Auch der vom VfL Wolfsburg als Ersatz für Vedad Ibisevic geholte Srdjan Lakic konnte die Misere im Angriff nicht beheben. Der Platzverweis für Compper, der wegen eines Schlags ins Gesicht von Stephan Fürstner vom Feld musste, steigerte die Verunsicherung beim Bundesligisten. Kurz vor der Pause spielte Occean dann die komplette Hoffenheimer Innenverteidigung aus und besiegelte mit seinem Tor die 1899-Pleite. dpa

Artikel drucken
Anzeige

Neueste Kommentare:


Pfälzische Merkur Der Pfälzische Merkur, gegründet 1713, erscheint in der Westpfalz und im Saar- pfalz-Kreis. Er ist eine der ältesten Tageszeitungen Deutschlands. Herausgeber: Zweibrücker Druckerei und Verlagsgesellschaft mbH.
Saarbrücker Zeitung Die Saarbrücker Zeitung ist die führende Tageszeitung im Saarland mit elf Lokal- ausgaben. Die SZ ist heute ein modernes Multimediahaus mit Tageszeitung, iPad-Ausgabe und erfolgreichen Web-Auftritten.
Trierischer Volksfreund Die Tageszeitung Trierischer Volks- freund erscheint in Trier, Eifel, Hunsrück und an der Mosel. Ergänzt wird das Printangebot durch Apps, das Online-Angebot, Dienstleistungen in Logistik, Kommunikation und Werbung.
Lausitzer Rundschau Die Lausitzer Rundschau ist das führende Medienhaus der Lausitz, dessen Medien der Marktplatz sind für Meinungen und Informationen in der Region. Herausgeber: LR Medienverlag und Druckerei GmbH.
bigFM Saarland bigFM Saarland ist der innovative Sender in der Region für eine junge Hörerschaft. Verrückte Aktionen, regionales Programm und Interaktivität mit den Hörern lassen bigFM im Saarland von Jahr zu Jahr erfolgreicher werden.
euroscript International S.A. euroscript, führender Lösungsanbieter im Bereich Content-Lifecycle-Management, bietet Kunden weltweit umfassende Lösungen zur Konzeption, Entwicklung und Unterstützung von Content-Management-Prozessen.
TeleMedia - Telefonbuchverlag / RTV GmbH TeleMedia, der Telefonbuchverlag der Saarbrücker Zeitung, gibt seit mitt- lerweile 15 Jahren in den Verbreitungs- gebieten Saarland, Westpfalz, Mosel-Eifel-Hunsrück und Brandenburg über 50 Telefonbücher heraus.
Saarriva Als größter regionaler Briefdienstleister beliefert saarriva mehr als 700.000 Haushalte in der Region Saar-Mosel. Die Kooperation mit Partnern ermöglicht den nationalen und internationalen Brief- und Paketversand.
RPV Logistik Neben der Logistik der SZ erstreckt sich die Tätigkeit der RPV Logistik auf die Dienstleistungen eines modernen Druckzentrums, Versand- und Objekt- steuerung für SZ-eigene und fremde Verlagsobjekte.
CircIT GmbH Die circ IT ist ein auf IT-Dienstleistungen für Medien spezialisiertes Unternehmen mit Hauptsitz in Düsseldorf und bedient die Bereiche Media, Online, ERP, Infrastruktur, Desktop Services sowie Professional Services.