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Handball-Saarlandpokal: Beide Zweibrücker Teams im Finale dabei



Zweibrücken
SV 64 und VTZ schenken sich im Derby nichts
Handball-Saarlandpokal: Beide Zweibrücker Teams im Finale dabei

Von Jadran Pesic, 10.01.2017 02:00
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Sinnbild: Einen harten Kampf lieferte sich der SV 64 um Nils Wöschler (li.) und die VTZ, hier Tomas Kraucevicius (Mitte). Foto: Wille

Foto: Wille
Die beiden Zweibrücker Handballmannschaften haben den Sprung ins Final Four des Saarlandpokals an Ostermontag geschafft. Im Derby der beiden Stadtrivalen, in dem der SV 64 die Oberhand behielt, ging es ordentlich zur Sache.

Die Überraschungen sind ausgeblieben. Beim von der VT Zweibrücken ausgerichteten Halbfinalturnier des Handball-Saarlandpokals hat sich neben dem Oberligisten der Drittligist SV 64 Zweibrücken das Final-Four-Ticket gesichert. Und obwohl das vor dem Aufeinandertreffen der beiden Stadtrivalen schon klar war, schenkten sich die beiden nichts. In der hart umkämpften Partie setzte sich der SV mit 17:13 (9:7) durch und sicherte sich so den Turniersieg. Dritter wurde der von Berthold Kreuser trainierte Oberligist HSG Völklingen. Underdog HWE Homburg (Verbandsliga) hielt trotz der drei Niederlagen gut mit und zeigte eine couragierte Leistung. „Wir haben uns ordentlich präsentiert“, erklärte HWE-Spielertrainer Thomas Zellmer.

Gerade im ersten Spiel des Tages hat seine Truppe gegen die VTZ eine tolle Vorstellung geboten. Der Klassenunterschied war kaum ersichtlich. Obwohl die Zweibrücker stets in Führung lagen, konnten sie sich doch nie entscheidend absetzen. Viele gute Chancen vergab die Truppe von Danijel Grgic fahrlässig. Nach dem 18:14 für die VTZ kämpfte sich Homburg noch mal ran. Dem jungen Philipp Mägel war es mit einer starken Einzelleistung vorbehalten, mit dem Tor zum 20:18 alles klar zu machen für die VTZ. Danach legte der SV 64 den Grundstein zum Turniersieg. Mit 19:15 setzte sich das Team von Tony Hennersdorf gegen Völklingen durch. In dem Duell mit dem Drittligisten merkte man der HSG an, dass den gerade erst wiedergenesenen Mannen die Spielpraxis fehlt. „Was wir in der ersten Halbzeit geboten haben, war sehr schlecht. Ich bin enttäuscht, dass es uns in der Abwehr nicht gelungen ist, mehr Aggressivität an den Tag zu legen“, kritisierte Kreuser.

Nach einer kurzen Pause durften die Jungs von Hennersdorf gleich noch mal ran. Die HWE bot den Zweibrückern lange Paroli. Mitte der ersten Halbzeit lag sie sogar mit 8:6 vorne, ehe die Zweibrücker die Zügel an- und auf 10:8 vorbeizogen. Doch auch von dem 11:15 zur Pause ließ sich Homburg nicht unterkriegen. Vor allem Max Loschky im Tor wuchs über sich hinaus. Auch wenn die HWE beim Stand von 19:20 den SV nochmals in Bedrängnis brachte, reichte es nicht. Mit 22:20 behauptete sich der Drittligist und sicherte sich damit das erste Finalticket. „Mein Team hat guten Handball gezeigt. Für uns war es heute ein guter Test“, zeigte sich Ex-SV-Spieler Zellmer zufrieden.

Mit dem 21:16 (11:8) gegen Völklingen folgte die VTZ dem SV 64. Bereits nach dem vierten Spiel des Tages war die Entscheidung über die Finalteilnehmer gefallen. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase setzten sich die Saarpfälzer nach einem Treffer von Wladislaw Kurotschkin beim 7:4 auf drei Tore ab. Auch in der zweiten Hälfte ließ der Lokalmatador nichts anbrennen und gewann verdient. Aus einer guten Teamleistung ragten Torhüter Yannic Klöckner sowie Kapitän Philip Wiese heraus.

Für die HSG und die HWE ging es in ihrem Aufeinandertreffen nur darum, sich ordentlich aus dem Turnier zu verabschieden. Die HSG musste hart um den 26:23-Sieg kämpfen.

Zum Abschluss kam es dann zum großen Showdown zwischen der VTZ und dem SV 64. Vor der Partie war eine enorme Anspannung zu spüren. Herausragender Akteur war SV-Torhüter Benedikt Berz, der die VTZ an den Rand der Verzweiflung brachte. Im Angriff war es vor allem der Rückraum um Nils Wöschler, David Oetzel und Dennis Götz, der die VTZ vor fast unlösbare Aufgaben stellte. Der Oberligist suchte im Angriff über Kurotschkin und Wiese am Kreis den Erfolg. Zur Halbzeit lag das Team aber mit 7:9 hinten. Danach überschlugen sich die Ereignisse. Nach dem Tor von Martin Mokris zum 8:10 wurde Kreisläufer Wladislaw Kurotschkin mit Rot vom Feld geschickt. Spieler und Verantwortliche der VTZ konnten sich kaum beruhigen, was darin endete, dass auch Tomas Kraucevicius Rot sah. Das heizte die ohnehin hitzige Partie weiter an. VT-Trainer Danijel Grgic fehlten zwei wichtige Stützen. „Wir haben uns in der entscheidenden Phase selbst geschwächt. Das darf nicht passieren. Mir ist klar, dass man in ein solches Derby mit vielen Emotionen reingeht, aber dennoch muss man sich im Griff haben“, monierte Grgic neben der schlechten Chancenverwertung vor allem die mangelnde Disziplin. Am Ende gewann der Drittligist verdient mit 17:13 und feierte vor über 500 Zuschauern den Derbysieg. „Beim Final-Four erhalten wir vielleicht die nächste Chance, uns mit dem SV64 zu messen“, gibt sich Grgic aber schon wieder kämpferisch.

Daneben zogen im zweiten Turnier Oberligist HF Illtal sowie Saarlandligaprimus TV Niederwürzbach ins Finale ein.

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