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3:0 im Finale gegen Münchweiler – TSC Zweibrücken Dritter



Zweibrücken
Obersimten schnappt sich die Futsal-Krone
3:0 im Finale gegen Münchweiler – TSC Zweibrücken Dritter

Von Martin Wittenmeier, 28.12.2016 02:00
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Nichts zu ernten für TSC-Spieler Admir Alimanovic (re.) im Duell mit Obersimtens Luca Littner. Foto: maw

Foto: maw
Mit einem Überraschungssieg des SV Obersimten sind die achten Futsal-Kreismeisterschaften am Montagabend zu Ende gegangen. Weniger gut verlief das Turnier der Schiedsrichter-Vereinigung Pirmasens-Zweibrücken für Titelverteidiger Althornbach, der bereits in der Gruppenphase scheiterte.

Ein Team, das im Vorfeld keiner auf der Rechnung hatte, ist neuer Futsal-Kreismeister. Der SV Obersimten setzte sich am Montagabend im Endspiel mit 3:0 gegen den FC/VfB Münchweiler durch und sicherte zum ersten Mal die Krone.

Wie in den sieben Jahren zuvor hatte die Schiedsrichter-Vereinigung Pirmasens-Zweibrücken wieder zur Kreismeisterschaft im Futsal in die Westpfalzhalle geladen. Zwölf Teams, vier weniger als im Vorjahr, waren der Einladung gefolgt. Trotz der geringeren Teilnehmerzahl war der Kreis-Futsalbeauftragte Marco Kochert mit der Veranstaltung zufrieden, denn noch immer stößt Futsal nicht bei allen Vereinen auf Gegenliebe. „Dass es ein paar Mannschaften weniger geworden sind, ist zu verschmerzen. Insgesamt war das schon ein sehr gut besetztes Turnier.“ Dem vornehmlich die Clubs aus dem Raum Pirmasens ihren Stempel aufdrückten.

Insbesondere der neue Titelträger glänzte sowohl im Angriff als auch in der Abwehr. Der Tabellenfünfte der A-Klasse war im Turnierverlauf mit 15 Buden nicht nur am treffsichersten, sondern kassierte in den fünf Spielen auch die wenigsten Gegentore. Lediglich im ersten Gruppenspiel gegen den VfB Pirmasens (3:1) musste Schlussmann Toms Blaumanis hinter sich greifen.

Im Finale brauchte Obersimten allerdings einige Minuten, um sich auf den früh störenden Gegner einzustellen. Die Anfangsphase gehörte B-Klasse-Vertreter Münchweiler. Der Sieger von 2014 versäumte es aber, seine guten Gelegenheiten in Tore umzumünzen. Auf der Gegenseite zeigte sich der SVO eiskalt: Tim Schunk war in der fünften Minute zur Stelle und erzielte das 1:0. Damit war der Weg frei für Obersimten. Innerhalb von 30 Sekunden machte die Elf von Spielertrainer Timo Helfrich alles klar. Dem 2:0 von Christopher Laudemann (10.) ließ Schunk direkt mit dem nächsten Angriff das 3:0 folgen und spielte im Anschluss geschickt die Zeit runter. „Wir sind eigentlich nicht mit großen Ambitionen hierher gefahren, aber nach den ersten beiden Spielen habe ich gesehen, dass was möglich ist“, sagte Helfrich. Der frühere Regionalligaspieler des SVN Zweibrücken und der SV Elversberg stellte nach der Siegerehrung besonders die Teamleistung heraus. „Unser Plus war, dass wir mit einem großen Kader angereist sind. Dadurch konnten wir viel durchwechseln, ohne an Qualität zu verlieren.“ Durch den Erfolg fährt Obersimten am 29. Januar zu den Futsal-Südwestmeisterschaften nach Schifferstadt, um dort den Kreis Pirmasens-Zweibrücken zu vertreten.

Titelverteidiger ohne Chance

Dahin hatte sich im vergangenen Jahr auch der TV Althornbach gespielt. Am Montag konnte der Titelverteidiger allerdings nicht an die gute Leistung aus dem Vorjahr anknüpfen und musste bereits nach der Vorrunde die Koffer packen. Stattdessen präsentierte sich der TVA als schlechter Verlierer. Im dritten Gruppenspiel gegen Münchweiler benötigte der Vorjahressieger (0:1 gegen SG Pirmasens, 2:1 gegen SV Rodalben) unbedingt einen Sieg zum Weiterkommen. Nach einigen strittigen Schiedsrichterentscheidungen lagen die Nerven blank. Ein Althornbacher Spieler wurde mit Rot vom Platz gestellt, es hagelte wüste Beschimpfungen in Richtung der Unparteiischen. Geholfen hatte es nicht: Münchweiler reichte der eine Punkt beim 2:2 für den Einzug ins Halbfinale, Althornbach war damit raus. Genauso schnell war das Turnier für den VfL Wallhalben zu Ende. Drei Niederlagen (0:4 gegen den TSC, 1:2 gegen Obersimten II, 1:3 gegen Clausen) bedeuteten den letzten Platz in Gruppe A.

Als einziger Zweibrücker Verein schaffte der TSC den Sprung in die Vorschlussrunde. Mit einem 4:0 (Torschützen: Admir Alimanovic, Diego Enache (2) und Mirko Tüllner) gegen Wallhalben waren die Zweibrücker stark in die Gruppenphase gestartet, mussten aber nach dem 0:2 gegen den FK Clausen zittern. Erst das 2:1 gegen Obersimten II sicherte das Weiterkommen als bester Gruppenzweiter. Im Halbfinale war gegen den späteren Titelträger Obersimten dann aber Endstation. Dem sehenswerten Führungstreffer von Kevin Decker liefen die Zweibrücker bis zum Schlusspfiff vergeblich hinterher und mussten sich mit dem Platz um Platz drei begnügen. Hier setzte sich der TSC im Sechsmeterschießen mit 5:4 gegen den FK Clausen durch.

Obersimten durfte sich neben einem Pokal zusätzlich über 100 Euro für die Vereinskasse freuen. Münchweiler und der TSC bekamen jeweils einen Fußball geschenkt, die Spieler des FK Clausen freuten sich dagegen außerordentlich über ein Fünf-Liter-Fass Bier. Den Fairplay-Preis überreichten Kochert und Hans-Dieter Drewitz, Präsident des Fußball-Regional-Verbandes Südwest, an den SV Lemberg.

Zum Thema:

Auf einen Blick Finale: SV Obersimten – FC/VfB Münchweiler 3:0 Spiel um Platz drei: TSC Zweibrücken – FK Clausen 5:4 (3:3) im Sechsmeterschießen Halbfinale: TSC Zweibrücken – SV Obersimten 0:1, FK Clausen – FC/VfB Münchweiler 0:3 Gruppe A: 1. FK Clausen 9 Punkte, 9:2 Tore; 2. TSC Zweibrücken 6 Punkte, 6:3 Tore; 3. SV Obersimten II 3 Punkte, 4:7 Tore; 4. VfL Wallhalben 0 Punkte, 2:9 Tore. Gruppe B: 1. FC/VfB Münchweiler 7 Punkte, 5:2 Tore; 2. SG Pirmasens 6 Punkte, 3:2 Tore; 3. TV Althornbach 4 Punkte, 4:4 Tore, 4. SV 53 Rodalben 0 Punkte, 1:4 Tore. Gruppe C: 1. SV Obersimten 9 Punkte, 10:1 Tore; 2. SV Lemberg 6 Punkte, 4:3 Tore; 3. FC Hengsberg 3 Punkte, 2:7 Tore; 4. VfB Post Pirmasens 0 Punkte, 3:8 Tore. maw

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