11.09.2008 11:03
Stehplätze und ein fantasievolles Karussell
Laura Scheide
Zweibrücken. „Hier war ich schon öfter mit meinen Freundinnen und Papa und Mama“, erzählt Lena. Deshalb kennt sie sich ganz genau aus. Der Spielplatz an der Amselstraße liegt oberhalb der Thomas-Mann-Schule, ein großer Platz mit Rutsche, Schaukel und einem Kletter-und Balanciergerät. Alles wirkt sehr sauber und gepflegt. Die Geräte sind ohne Schäden. „Dass es keine Sitzgelegenheiten für die Erwachsenen gibt, nervt mich total,“ gibt Mutter Linda zu verstehen. Außerdem sind auch keine Mülleimer zu finden. „Was mir auch nicht so gefällt, ist, dass sich unter allen Geräten Rindenmulch befindet, nur nicht unter dem Gerät zum Blancieren. Obwohl sich doch die Kinder, wenn sie runterfallen, am meisten verletzen können.“ Und schon ist Lena auf die Rutsche geklettert und kullert herunter. „Nichts passiert!“, ruft sie und ist schon wieder am nächsten Gerät. Diese befinden sich fast alle in der Sonne, nur das Balanciergerät ist im Schatten. Sabina Fromm (13), die ihre Cousine Isabell (1) auf die Schaukel setzt, war früher fast jeden Tag hier: „Jetzt nicht mehr so oft. Aber ich finde diesen Spielplatz schön.“ Auch Desiree Blinn (10) findet Gefallen an der Anlage: „Ich komme auch fast jeden Nachmittag.“ Das Gelände bietet genug freien Platz. „Hier können die Kinder dank des direkt danebenliegenden Schulhofs mit dem Fahrrad oder Roller fahren, oder Fangen spielen“, fügt Linda hinzu, bevor es zum nächsten Spielplatz geht.
Den Spielplatz in der Altheimer Straße zu finden erweist sich als gar nicht so einfach, da er nicht ausgeschildert ist. Nachdem sich Lena und Linda durch Brombeersträucher und Hecken geschlagen haben, erreichen sie den Spielplatz, der ganz versteckt zwischen mehreren Schrebergärten liegt. Erst hier entdeckt Linda noch zwei weitere Eingänge, unter anderem von der Hauptstraße, über die man die Anlage wesentlich leichter erreichen kann. Fußball spielen ist verboten, wäre auch wegen des hohen Grases kaum möglich. Die vorhandenen Geräte sind geeignet für Kinder im Grundschulalter. „Es sieht aus, als wäre hier wochenlang nicht gemäht worden.“ Linda nimmt erst einmal auf der einzigen Holzbank Platz. „Aber irgendwie gefällt es mir doch.“
Und auch Lena erfreut sich an den zahlreichen Pusteblumen und findet gleich ein Gerät, das es ihr besonders angetan hat. Ein Karussel mit Pedalen zum Antreten. Um die Anlage herum stehen Bäume und Pflanzen, die jedoch keinen Schatten auf Spielgeräte spenden. „Was ich auch nicht so gut finde ist, dass weder Sand noch Rindenmulch unter den Geräten vorhanden sind und damit Kinder sich leicht verletzen könnten.“ Doch Lena ist glücklich. Immer weiter und weiter dreht sie ihre Runden auf dem Karussell.
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