03.09.2008 11:19
Spaß mit Holz – Schön fürs Auge, aber steril
Laura Scheide
Zweibrücken. „Schau mal! Ich kann klettern wie ein kleines Äffchen“, ruft Lena und hängt sich an einen Baumstamm. Der Spielplatz in der Zweibrücker Lanzstraße liegt versteckt, ist aber von der Straße aus gut sichtbar ausgeschildert. Neben einer Sandspielecke, mehreren kunstvoll aufeinandergestapelten Baumstämmen, einer echten Tafel zum Bemalen mit Kreide und einer Rutsche gibt es noch einen Marterpfahl. Außerdem eine schöne, höhergelegene, überdachte Sitzecke, die durch Rampen auch mit dem Kinderwagen leicht erreichbar ist. Wie gemacht für Familien mit Nachwuchs im Kindergarten- bis Grundschulalter. Das einzige was man vermisst ist eine Schaukel.
Mutter Linda ist positiv überrascht: „Hier ist es sehr sauber und gepflegt. Der Sand ist frisch aufgefüllt und überall liegt Rindenmulch. Weiterhin ist der Spielplatz sehr übersichtlich. Die beiden Ausgänge sind immer in Sichtweite und man kann sein Kind immer im Auge behalten.“ Das Gelände ist vollständig eingezäunt. Eltern haben die Möglichkeit, in der Sonne oder im Schatten auf insgesamt vier Sitzgelegenheiten Platz zu nehmen. Obwohl es nicht viel freien Platz gibt, weil der Spielplatz eher klein ist, herrscht eine idyllische Atmosphäre. Linda findet es „schön, dass Kinder hier Baumstämme haben, auf denen sie herumklettern und damit mit richtigem Holz in Berührung kommen können.“ Alles wirkt sehr rustikal, sogar die Fahrradständer sind aus Holz. Doch Linda entdeckt Brombeerhecken und Vogelbeeren: „Das ist sehr gefährlich. Kleine Kinder können sich an den Dornen stechen oder die giftigen Beeren essen. Aber dennoch werde ich gern mit Lena wiederkommen.“
Der Spielplatz in der Fasanarie ist erst seit Ende Juni angelegt. Die Anlage ist fast porentief rein. Neben dem Kneippbecken sind vereinzelt künstlerische Geräte aus Metall aufgestellt. Das krasse Gegenteil zu dem davor besuchten Spielplatz. „Ich finde es hier fast zu steril. Alles wirkt irgendwie kalt“, meint Linda. „Es ist zwar sehr schön fürs Auge, aber für ein paar Stunden mit meiner Tochter auf dem Spielplatz würde ich diese Anlage nicht nutzen. Sieht eher aus wie bei einem Königshof.“ Es gibt kein Rindenmulch, aber die Geräte sind sehr standfest und außerordentlich gepflegt. „Ich glaube, dieser Spielplatz ist gut geeignet für Familien, die Gast in der Fasanerie sind und die sich kurz mit ihren Kindern die Beine vertreten wollen.“
Bildunterschrift
Testerin Lena auf dem neuen Fasanerie-Spielplatz. Foto: Jörg Jacobi






