03.09.2008 10:53
Zwischen Entsetzen und Begeisterung
Laura Scheide
Zweibrücken. Trotz des Regens sind Mutter und Tochter bester Laune. Als wir dann aber auf dem Spielplatz in der Zweibrücker Maerckerstraße ankommen, ist Mutter Linda wenig begeistert. „Hier ist es total muffig. Unkraut wuchert überall!“
Mit Rindenmulch wurde hier gespart und schon lange nicht mehr aufgefüllt. Deshalb existiert fast kein Fallschutz. Auch das Gras wächst unregelmäßig, ist nicht gemäht. Große Bäume sorgen zwar für Schatten – nehmen aber auch jede Möglichkeit, in der Sonne zu sitzen. „Ich war schon öfter hier. Selbst im Sommer ist es zu kühl.“ Bei genauerem Hinsehen findet man Glasscherben und auch die zwei Bänke sehen nicht einladend aus. Die Geräte sind zwar standfest, aber die Farbe ist fast überall abgeblättert. „Ich finde es hier richtig eklig.“ Tochter Lena gibt dem Spielplatz trotzdem eine Chance. „Oh ja, eine Schaukel!“ Und schon rennt die Vierjährige los. Auch den geräumigen Sandkasten, der mit frischem feinem Sand gefüllt ist, probiert sie gleich aus, schreibt ihren Namen hinein. Und will immer noch bleiben, als Mutter Linda schon zum Weitergehen auffordert. Obwohl Tochter Lena zufrieden scheint, ist sich Mutter Linda sicher: „Hier gefällt es mir ganz und gar nicht.“
Auf dem nächsten Spielplatz, in der Herzog-Wolfgang-Straße gleich um die Ecke, kennt sich Lena ganz genau aus. „Hier war ich schon öfter mit Papa.“ Und Mutter Linda zeigt sich sehr begeistert. „Hier sieht es schon ganz anders aus!“ Es gibt drei verschiedene Eingänge. Alles ist schön angelegt, von einer Hecke sowie einem Zaun eingegrenzt. Ein Hügel sowie ein schöner Steinweg, der durch den gesamten Spielplatz führt, vermitteln idyllisches Flair. Linda sagt: „Das einzige, was ich an diesem Spielplatz zu beanstanden habe ist, dass es etwas unübersichtlich ist. Aber trotzdem finde ich es richtig toll hier.“ Auch für ältere Kinder und Jugendliche wird etwas geboten. Neben einem Trampolin gibt es eine Tischtennisplatte und einen Basketballkorb. Fahrräder kann man an Ständern abstellen. Alles sieht sehr gepflegt aus. Eine Reinigungskraft, die wir beim Saubermachen treffen, erklärt: „Wir reinigen hier drei Mal die Woche. Hier liegt oft Glas, aber wir bemühen uns, alles sauber zu halten.“ Auch Lena ist sichtlich begeistert. Obwohl der Spielplatz nicht übermäßig groß ist, gibt es genügend freien Platz. Und die Vierjährige weiß gar nicht, was sie zuerst ausprobieren soll. Mutter Linda sagt: „Die Geräte sind ohne Schäden. Es gibt genügend Rindenmulch und damit guten Fallschutz. Auch finde ich es toll, dass viele Sitzgelegenheiten über den ganzen Spielplatz verteilt vorhanden sind. Und Bäume bieten Schatten, aber man hat auch die Möglichkeit, in der Sonne zu sitzen. Einfach super!“
Auch ein anderes Kind, das wir treffen, besucht gern den Spielplatz in der Herzog-Wolfgang-Straße. „Ich bin hier fast jeden Tag.“
Obwohl sich Lena sträubt, müssen wir gehen, da es zu regnen anfängt. Und was ist ihr Lieblingsgerät? „Ganz klar. Das Trampolin.“
Bildunterschrift






