02.09.2008 16:35
Spielspaß mitten in der Stadt
Zweibrücken. In idyllischer Atmosphäre liegt, eingezäunt und versteckt zwischen den Bäumen, der Kinderspielplatz am Zweibrücker Goetheplatz. Eine wahre Oase der Ruhe. Hier merkt man überhaupt nicht, dass man sich mitten in der City befindet.
Testkandidatin Lena (4) parkt ihr Laufrad am Eingang und rennt begeistert los. „Ich komme supergern hierher“, sagt Mutter Linda. Ihr gefällt besonders gut, dass der Spielplatz überschaubar und eingezäunt ist: „Es ist ein entspanntes Spielen hier – auch für mich. Ich kann mich hinsetzen und habe Lena immer im Auge, egal, was sie gerade macht.“
Als erstes Spielgerät hat Lena die Schaukepl ausgewählt. Sofort kommt ein anderes Mädchen und schaukelt mit. An die Schaukel ist eine kleine Kletterburg mit Rutsche angebaut, daneben ein Sandkasten. Mehr Geräte gibt es nicht. Für Kinder im Kindergartenalter reicht dieses Angebot jedoch völlig aus. Die Kinder, die hier spielen, haben sichtlich Spaß. Auf Bänken sitzen Mütter und gucken zu. Sie sind sich einig, dass dies der beste Spielplatz in der Umgebung ist. Dennoch gibt es ein paar Dinge zu bemängeln: „Im Sandkasten dürfte mal frischer Sand aufgeschüttet werden. Wir haben hier auch schon Glasscherben gefunden.“ Außerdem sind die Spielgeräte zu jeder Tageszeit der prallen Sonne ausgesetzt. Lena stört sich daran nicht. Sie spielt munter im Sand zusammen mit den anderen Kindern. Nur schwer ist sie dazu zu überreden, weiterzugehen und schwingt sich etwas enttäuscht auf ihr Laufrad.
Beim zweiten Testspielplatz, dem „Kleinen Exe“, angekommen, kehrt die Begeisterung schnell zurück. Sofort stürzt sich Lena mit lautem „Juhuu“ auf das große Klettergerüst, das mit den langen, bunten Seilen aussieht wie ein riesiges Spinnennetz. Ausgelassen turnt sie herum. Für Mutter Linda ist dieser Spielplatz „absoluter Stress, denn ich muss die ganze Zeit hinter meinem Kind her rennen“. Es wird schnell klar, was sie damit meint: Hier sind die Spielattraktionen alle sehr weit voneinander entfernt und räumlich abgetrennt, was den Platz unübersichtlich macht.
Ein Lob verdient die Angebotsvielfalt dieser Spielstätte. Es gibt einen Bereich mit Rutsche und Spielhäuschen für die Kleinen, Kletterstation, Reifenschaukeln, Trampolin, Fußball- und Basketballfelder und einen Skaterpark mit Halfpipe.
Der „Exe“ ist bei allen Altersklassen beliebt. Vom Kindergartenkind bis zum Teenager findet hier jeder eine Beschäftigung. Lena fährt mit ihrem Laufrad durch den Skaterpark, wo auch ältere Jungs mit BMX-Rädern umherkurven. „Wir kommen jeden Tag zum Abhängen hierher. Hier hat man seine Ruhe“, erzählt die 13-jährige Laura Geßner, die mit ihren Freunden schaukelt. Die vierjährige Lena sitzt daneben und schaukelt munter mit.
Hundekot und zerbrochene Glasscherben seien hier leider keine Seltenheit, berichtet Laura. Dem pflichten auch Mütter bei, die hier mit ihren Kindern spielen. Dennoch kommen sie oft und gerne her und geben dem Spielplatz ein positives Urteil. Auch Lena findet es einfach „toll“ hier. Als sie hört, dass der Spielplatzbesuch jetzt schon zu Ende ist, stürzt sie sich ein letztes Mal aufs Klettergerüst. Hier könnte sie noch so manches Abenteuer erleben.






