02.09.2008 14:13
„Sandtastischer“ Spielspaß
Gudrun Walker
Zweibrücken. „Hier war ich ja noch nie“, sagt Lena. Sie meint den Spielplatz im Prinzenpark in Ernstweiler, den sie mit ihrer Mama Linda heute genauer unter die Lupe nimmt.
Überschaubar ist der Platz, vor allem was die Anzahl der Spielgeräte angeht. Lena versucht sich als erstes am Kletterturm. An den ist nicht nur eine Rutsche montiert, es gibt auch Schlaufen, an denen sich Lena – als wäre es nichts – entlanghangelt. „Es gefällt mir schon gut hier“, sagt auch Linda. Immerhin liegt der Platz mitten im Prinzenpark, also auch mitten im Grünen. Bäume spenden Schatten, hier stören keine Autos, „hier könnte man, so im Grünen, richtig Picknick machen“, sagt Linda. Dazu lädt vor allem eine kleine Sitzgruppe ein. Sauber ist der Platz außerdem, die Spielgeräte stehen sicher, einen (!) Mülleimer und eine Sandkiste gibt's auch. Beziehungsweise: Der Platz ist der Sandkasten. Statt Rindenmulch sind hier einfach viele Fuhren Sand unter die Spielgeräte gekippt, praktisch und schön. Die Verlockung, barfuß zu laufen, ist groß. „Darf ich meine Schuhe ausziehen?“, fragt Lena auch gleich und pult vergnügt mit den Zehen im Sand. Dann wippt sie ein bisschen auf einem der Pferdchen, schaukelt eine Runde und hat damit dann auch schon alles Bespielbare durch. Macht aber nix, Spaß hatte sie trotzdem, und außerdem geht's auf zu Spielplatz Nummer zwei.
Der liegt in Bubenhausen im Wolfsloch. Und ist schlecht zu finden. Hinweisschilder? Weit gefehlt. Doch nach einem kleinen Fußmarsch erreichen Linda und Lena den Platz – und der haut die beiden fast um! Das Gelände ist riesig „und trotzdem überschaubar. Egal, wo ich mich hier aufhalte, ich kann das Gelände total überblicken“, sagt Linda. Lena ist längst verschwunden. Sie hat die Seilbahn entdeckt, und jetzt gibt's kein Halten mehr. Dabei ist die Seilbahn längst nicht alles, was dieser Platz zu bieten hat: Schaukeln, Gummireifen-Wippen, eine Hängematte (!), eine Art Twist-Brett und ein niegelnagelneues Klettergerüst. Das hätte durchaus einen Designerpreis verdient, so futuristisch sieht es aus. Auch hier wurde jede Menge Sand aufgeschüttet, Lena hat ihre Sandalen längst weggepfeffert.
Auch für Größere ist in Bubenhausen was dabei, es gibt ein Fußball-Feld, eine Tischtennis-Platte, Fahrrad-Ständer. Und auf diesem Platz wie auch auf jenem in Ernstweiler gibt es keine Mittagsruhe. „Hier ist es so toll, ich bin hellauf begeistert“, sagt Linda. „Das Angebot auf diesem Platz ist wirklich der Hammer.“ Findet wahrscheinlich auch Lena. Würde sie vielleicht auch so sagen, wenn sie von der Seilbahn loszueisen wäre. Praktisch findet Linda außerdem: „Die Ein- und Ausgänge dieses Platzes liegen alle in einer Richtung“, da kann ein Kind nicht plötzlich und ungesehen durch irgendeinen Ausgang verschwinden. „Und wer eine Auszeit braucht, kann sie sich auf diesem Spielplatz getrost nehmen“, sagt Linda, lächelt, und legt sich in die Hängematte unter einem Baum.






