Foto: Jacobi Zweibrücken. Endspurt in Sachen „Bester Service 2010“: Noch bis Montag, 24. Mai, haben Sie, liebe Leserinnen und Leser, die Chance, in den teilnehmenden Geschäften oder auf der Merkur -Internetseite abzustimmen: über die Service -Qualität von 25 Bäckereien, Optikern, Juwelieren oder Autohäusern. Durch Ihr Votum können Sie den Unternehmen eine ehrliche Rückmeldung über die Qualität ihrer Dienstleistungen geben. Mitmachen ist einfach: In allen Geschäften aus Zweibrücken und Umgebung, die sich an „Bester Service 2010“ beteiligen, sind Abstimmboxen aufgestellt. Außerdem liegen Coupons aus. Einfach darauf ankreuzen, wie gut Sie den Service des Geschäfts finden (0 ist ganz schlecht, 10 perfekt) und den Coupon in die Abstimmungsbox des jeweiligen Ladens werfen. Jeder, der abstimmt, hat die Chance auf einen attraktiven Preis: Mit Landal GreenParks können Sie eine Reise in einen von mehr als 60 Ferienparks in den Niederlanden, Deutschland, Belgien, Tschechien, Österreich und der Schweiz gewinnen – eine Reise für die ganze Familie. Der Gewinn kann nicht bar ausgezahlt werden. ek/cms Zweibrücken. „Hallo, was steht heute an?“ So begrüßt Petra Koch heute ihre Kundin Emma T. (Name geändert), eine Frau Ende achtzig. Ihr greift die ehrenamtlich tätige Petra Koch sprichwörtlich unter die Arme: Zunächst richtet sie das Mittagessen an. Während T. das Mahl sichtlich genießt, schüttelt Koch die Betten auf, putzt das Waschbecken im Badezimmer, staubt danach den großen schweren Schrank im Wohnzimmer ab. Emma T. schaut Koch zu, diese legt immer wieder das Staubtuch beiseite, nimmt sich Zeit für ein Schwätzchen. Diesmal plaudern sie viel über den schlimmen Sturm vor ein paar Wochen. „Die Leute brauchen einen Gesprächspartner. Es ist wichtig sich Zeit zu nehmen“, betont Koch.
Seit 2007 arbeitet die 53-Jährige im ambulanten Betreuungsdienst und seit einem Monat auch im neu eingerichteten familienentlastenden Dienst des DRK Zweibrücken. Die Arbeit ist vielfältig und richtet sich nach den Wünschen des Kunden. Das Ziel: Ihnen durch diesen Spezialservice den Alltag erleichtern. „Ich koche, putze, wasche die Vorhänge oder passe auf die Kinder auf; eben alles, was die Menschen nicht schaffen, aber im Alltag notwendig ist“, schildert Koch ihre Arbeit. Jedoch, ergänzt Koch, sei ihre Tätigkeit keine pflegerische: „Dafür bin ich nicht ausgebildet. Ich schaue einfach nur, wo ich den Leuten etwas Gutes tun kann, und versuche, ihren Wünschen so gut es geht nachzukommen.“ Im Moment betreut Koch zwei ältere Damen werktags für je zwei Stunden und eine weitere Person alle zwei Wochen. Hemmungen im Umgang mit den älteren Menschen hatte Koch nie: „Ich habe 28 Jahre mit meinen Schwiegereltern im gleichen Haus gewohnt und diese altern sehen. Ich weiß, wie sich der Mensch dabei verändert. Außerdem konnte ich schon immer gut mit Menschen umgehen.“ Dass man gerade im Umgang mit Älteren auch mal über seinen eigenen Schatten springen muss, ist für Koch selbstverständlich: „Ihre Gewohnheiten sind ein Teil ihres Lebens. Ich versuche, meine Arbeit darauf abzustimmen.“ So cremt sie etwa spontan auch mal die Beine einer Kundin ein, wenn diese sich über zu trockene Haut beklagt.
Petra Koch ist von der Couch aufgestanden und geht in die Küche, um den Nachmittagskaffee für Emma T. sowie ein Schüsselchen mit Kompott vorzubereiten. „Mir macht die Arbeit sehr viel Spaß. Aber das liegt wohl auch daran, dass ich lauter nette Leute betreue. Wenn die Personen unfreundlich wären, würde es wohl nicht so viel Spaß machen“, glaubt Koch. „Vor allem macht es mich zufrieden, zu sehen, dass ich mit meiner Hilfe etwas bewirken kann.“ Denn die meisten ihrer Kundinnen hätten ohne Kochs Hilfe schon längst ihre eigenen vier Wände verlassen müssen, weil sie den Alltag nicht mehr alleine meistern können.
Heute hat es Koch nicht geschafft, noch den Fußboden aufzuwischen, weil sie stattdessen mit der alten Dame geplaudert hat. Aber das macht nichts; dann wird sie das eben morgen erledigen. Bei all ihrem Engagement freut es Koch immer besonders, wenn sich die Menschen bei ihr bedanken und erkenntlich zeigen: „Die Leute bezahlen mich ja für meine Arbeit, aber trotzdem sind sie auch noch so dankbar.“
Für heute ist ihre Zeit bei Emma T. um und Petra Koch verabschiedet sich. Als sie bereits zur Tür hinaus will, ruft die alte Dame sie zurück und schiebt ihr lächelnd einen Schokoriegel hin: „Für die Fahrt!“
Hintergrund
Das DRK Zweibrücken bietet über das Mehrgenerationenhaus seit April den Dienst „Hilfe im Haushalt“ an. Alle Bürger in Zweibrücken und Umgebung, die Unterstützung benötigen, können sich diese im Mehrgenerationenhaus anfordern. Der Stundenlohn für die Helfer beträgt 16,90 Euro. Alle Helfer sind angemeldet und gesetzlich versichert. Informationen unter Tel. (0 63 32) 56 61 30. tja





























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