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Auf dem Weg zu den Olympischen Spielen

Von Merkur-Redakteur Werner Kipper, 29.02.2012 00:05
Zweibrücken. "Der Bundesstützpunkt Zweibrücken gehört zu den wenigen Zentren in Deutschland, an dem qualifiziertes Hochleistungstraining in den technisch besonders anspruchsvollen Disziplinen wie Stabhochsprung und Speerwurf betrieben wird
Zweibrücken. "Der Bundesstützpunkt Zweibrücken gehört zu den wenigen Zentren in Deutschland, an dem qualifiziertes Hochleistungstraining in den technisch besonders anspruchsvollen Disziplinen wie Stabhochsprung und Speerwurf betrieben wird." In dieses Loblied des Technischen Direktors des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), Jan Kern, stimmten gestern bei der Vorstellung der Athleten des Leichtathletikzentrums (LAZ) Zweibrücken Raphael Holzdeppe und Kristina Gadschiew (beide Stabhochsprung), Till Wöschler und Alexander Vieweg (beide Speerwurf) sowie Marlon Odom (Hürdensprint) unter dem Motto "Unterwegs zu den Olympischen Spiel 2012" alle Gesprächspartner ein.

Sowohl der Leiter des Olympiastützpunktes (OSP) Rheinland-Pfalz/Saarland, Steffen Oberst, als auch der Vizepräsident Leistungssport beim Landessportbund in Mainz, Werner Schröter, hoben hervor, dass "in der großen Familie" in Zweibrücken das Umfeld herrsche, in dem sich die Athleten wohlfühlten und dank der qualifizierten Trainer auch Höchstleistungen erzielen würden. Schröter und Oberst lobten die Rahmenbedingungen für die Leistungssportler in Zweibrücken, und sowohl der OSP als auch der Landessportbund täten alles Erdenkliche, um die Voraussetzungen sukzessive im Verbundsystem mit dem Verein und den Werbepartnern weiterzuentwickeln.

In dieses Verbundsystem passt auch das Hofenfels-Gymnasium, dessen Schulleiter Werner Schuff bei der Begrüßung in der Bibliothek noch einmal die Zusammenarbeit mit dem LAZ hervorhob. "Als Partnerschule des Sports würden seit 28. Februar 2008 Talente gesichtet und gefördert, ohne die Schule zu vernachlässigen." Diese duale Ausbildung gehört zur Kardinalforderung des Vorsitzenden des LAZ, Josef Scheer, früher Lehrer am HfG, der damit seinen Spitzenathleten auf "das Leben nach dem Sport" vorbereiten will.

Der LAZ-Vorsitzende hob im Beisein der LAZ-Trainer Andrei Tivontchik, Matthias Brockelt und Karl-Heinz Werle hervor, dass die fünf Athleten "jede Menge Perspektiven hätten", um an den Olympischen Spielen in London Ende Juli/Anfang August teilzunehmen. Er bezeichnete die Fünf, ohne irgendwelchen Druck aufzubauen, als "Repräsentanten der Region Südwestpfalz und des Landes". Allerdings sei der Hochleistungssport "ein schmaler Grat", denn Verletzungen könnten alle Pläne schnell über den Haufen werfen.

Der sportliche Leiter Bernhard Brenner unterstrich bei der Vorstellung der Athleten anhand einer Karte "die weltweite Tragweite" des LAZ. Mit zahlreichen roten Punkten hatte er markiert, wo die Zweibrücker Athleten schon erfolgreich gestartet waren. Noch am vergangenen Wochenende trumpften die Stabhochspringer Raphael Holzdeppe und Kristina Gadschiew bei der Hallen-DM in Karlsruhe auf. Zum vierten Mal in Folge belegte die 27-jährige Hornbacherin den zweiten Platz und qualifizierte sich für WM vom 9. bis 11. März in Istanbul (wir berichteten). "Sie hat gezeigt, dass sie es kann", betonte Brenner. Gleichzeitig hofft er, dass "Raphael den Schwung aus der Wintersaison in den Sommer mitnimmt". Denn der 22-Jährige stehe "vor einem spannenden Jahr", nachdem er sich bei der Deutschen Meisterschaft trotz der persönlichen Bestleistung von 5,82 Meter (bisher 5,80) mit Platz drei zufriedengeben musste und als Ersatzmann für die WM fungiere. Für Holzdeppe wäre London schon der zweite Start bei einer Olympiade, nachdem er 2008 als 18-Jähriger in Peking den achten Platz belegt hatte.

Auch für Alexander Vieweg, der seit Januar wieder für das LAZ startet, wäre London der zweite Auftritt nach Peking. Nach langer Verletzung suche er "in familiärer Atmosphäre" wieder an seine frühere Leistungsfähigkeit mit 83,27 Meter anzuknüpfen.

Einen heißen Kampf bei der Olympia-Qualifkation erwartet Brenner zwischen Till Wöschler, dessen Bestleistung bei 84,38 Meter steht, und Weltmeister Matthias de Zordo vom SV schlau.com Saarbrücken, der aus Langenlonsheim bei Bad Kreuznach stammt. Seine Ellenbogenverletzung habe Wöschler die WM in Daegu gekostet, wo Holzdeppe und Gadschiew gestartet waren.

Als "technisch unschlagbar" bezeichnete der sportliche Leiter Hürdensprinter Marlon Odom, der als Dritter der DM 2010 und 2011 seine Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt habe. "Ich habe die persönliche Hoffnung, dass drei LAZ-Athleten in London starten werden." Foto: Wille

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