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10.09.2010 00:16

SPD fordert eine Zukunft für die Hohenburgschule

Die Homburger Sozialdemokraten sehen in der Hohenburgschule ein "Wahrzeichen Homburgs". Fraktionschef Hans Felden schlug erneut die Einrichtung einer Markthalle mit heimischen Angeboten vor.

Homburg. "Es geht uns heute darum, uns noch einmal klar in vier wichtigen Punkten der Homburger Stadtentwicklung zu positionieren." Hans Felden, der Fraktionsvorsitzende der SPD im Homburger Stadtrat, nutzte genau dazu eine Pressekonferenz der Fraktion gestern Morgen. Die Themenschwerpunkte: Die Zukunft der Hohenburgschule, die aktuelle Diskussion um die Autobahnanbindung Homburgs, die Konzeption eines neuen Allwetterbades und die Situation der Sporthallen in Erbach.

Mit Blick auf die Hohenburgschule machte sich Felden im Namen der SPD-Fraktion, neben ihm nahmen auch Winfried Bohn, Christine Becker und die Landtagsabgeordnete Elke Eder-Hippler an der Konferenz teil, dafür stark, für den Bau eine tragfähige Anschlussnutzung zu finden. "Die Hohenburgschule ist eines der Wahrzeichen Homburgs, viele Bürger verbinden mit ihr einen Teil persönlicher Geschichte." So gelte es, die ehemalige Schule zukunftsfähig zu gestalten. Aus Sicht Feldens eine Möglichkeit: Die Einrichtung einer Markthalle, die, das Thema Biosphärenreservat Bliesgau aufgreifend, ausschließlich Produkte heimischer Herkunft anbieten sollte. "Das wäre eine Möglichkeit."

Brisant die Stellungnahme Feldens zur gegenwärtigen Diskussion rund um eine zweite Anschlussstelle Homburgs an die A6. Hier äußerte der SDP-Fraktionsvorsitzende den Verdacht, die vom Bund angekündigte Einrichtung eines Anschlusses Homburg-Ost in Höhe Reiskirchen könnte "eine Nebelkerze sein, an deren Ende auch das Aus für die B 423-Umgehung stehen könnte." Denn: "In Berlin könnte der Eindruck entstehen, dass es wenig Sinn macht, in Maßnahmen zu investieren, über die vor Ort keine Einigkeit herrscht." Für die Homburger SPD klar: Der Ausbau des bestehenden Autobahnanschlusses als so genannte "Vier-Ohren-Lösung" muss Vorrang haben vor dem Bau eines zweiten Autobahnanschlusses. "Erst wenn der Anschluss in Höhe Kleinottweiler so ertüchtigt ist, haben wir verlässliche Zahlen für eine weitere Planung."

Um Zahlen ging es auch beim Thema des Neubaus eines Homburger Allwetterbades am Standort des jetzigen Freibads. Gefragt, wie die Finanzierung einer solchen Großinvestition möglich sei, ging Felden davon aus, dass Unterhalts-Einsparungen nach Schließung des energetisch anfälligen Hallenbades eine ausreichende Gegenfinanzierung eines neuen Allwetter-Bades bilden könnten. So gestaltet, rechnet Felden auch nicht mit wesentlichen Widerständen der Kommunalaufsicht. "Was in Neunkirchen und St. Ingbert möglich war, müsste auch für Homburg möglich sein." Feldens Botschaft: "Eine Stadt wie Homburg braucht ein solches Bad. Und da muss jetzt mal 'Butter bei die Fische'."

Auch bei der Zukunft der Erbacher Sportstätten wünscht sich Felden eine zügige Herangehensweise. So gelte es, die bestehenden Hallen zu ertüchtigen und gegebenenfalls auch eine neue, überregional bedeutende zu errichten. "Hier wünschen wir uns rasch belastbare Zahlen hinsichtlich der Sanierungskosten."


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