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03.09.2010 00:09

Abschied vom Feuerwehrsaal

Die vermutlich letzte Gemeinderatssitzung im Feuerwehrhaus in Limbach ging gestern Abend ohne große Diskussionen über die Bühne. Die Themen waren Tourismus, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft und die Schulen.

Von Merkur-Mitarbeiterin Christine Maack

Kirkel. Es war wohl die letzte Gemeinderatssitzung im Feuerwehrhaus in Limbach. Jedenfalls sagte das Altbürgermeister Arno Hussong, der gestern Abend "aus nostalgischen Gründen", wie er erwähnte, extra zur Sitzung gekommen war. "Ich war hier bei der ersten Sitzung", so Hussong, "deshalb wollte ich auch bei der letzten in diesem Raum dabei sein."

Aber außer ihn schien diese Tatsache niemanden zu berühren, zumal die Sitzung routinemäßig, ohne jegliche Wehmut, sondern eher "kurz und schmerzlos" in anderthalb Stunden über die Bühne des nunmehr seiner amtlichen Bedeutung enthobenen Feuerwehrsaales ging.

Der Beigeordnete Axel Leibrock (Grüne) erläuterte kurz die Methodik seines Tourismuskonzeptes, das keine Liste zum Abarbeiten sei, sondern lediglich Vorschläge bündele, die er seit 2006 gesammelt habe. Selbstverständlich sei das Konzept für weitere Anregungen offen, so Leibrock.

Es sei wichtig, dieses Konzept in der Hand zu haben, "wenn formale Dinge zu erfüllen sind, zum Beispiel Anträge auf Fördergelder." Der Rat zollte dem über 30 Seiten dicken Tourismus-Plan - Stand 22. September 2009 - denn auch den gebührenden Respekt und beschloss die Fassung einstimmig. Auch die Zustimmung für die Lieferung des Fahrgestells für ein Feuerwehrfahrzeug für die Wehr in Kirkel-Neuhäusel ging einstimmig durch. Die Wehrleute hatten sich in Absprache mit der Gemeinde für die Marke Daimler entschieden, zum Preis von 76 725 Euro.

Beim Antrag auf Beteiligung der Gemeinde Kirkel an der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Saarpfalz (WFG) wird der Kreis wohl auf Granit beißen. "Was hat die WFG in den letzten Jahren für uns in Kirkel getan?" fragte Hans-Josef Regneri (CDU) in die Runde, und bekam quer durch die Fraktionen die Antwort: "Nichts".

In Bexbach habe sich die WFG sehr aktiv gezeigt, so die einhellige Meinung, "in Kirkel sind hingegen keine konkreten Ansiedlungserfolge zu verzeichnen, die auf die WFG zurückzuführen seien", so Regneri. Es sei, so betonte Bürgermeister Frank John, "kein Muss, der WFG Saarpfalz beizutreten". Und das sahen die Ratsmitglieder auch so und lehnten den Vorschlag einstimmig mit einer Enthaltung ab. Über den Wirtschaftsplan des Immobilien- und Freizeitbetriebes wurde kurz gesprochen, es ging darum, dass die ursprüngliche Darlehensaufnahme von 1 819 500 Euro um 595 000 Euro gekürzt werden musste. Das hatte die Kommunalaufsicht so verfügt. Die Differenz wird dann - um ein Jahr verschoben - im Haushalt 2011 wieder auftauchen und dann abgedeckt werden müssen. Bei acht Enthaltungen ging auch diese Maßnahme durch den Rat.

Spannend war die Diskussion, als es um eine verpflichtende Ganztagsschule an der ERS und an der Grundschule ging. Als Gäste waren die Schulleiterinnen Ursula Luckscheiter (ERS Limbach) und Erika Brakemaier (Grundschule Kirkel), gekommen.


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