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29.01.2010 00:05

Steinbachstraße erst 2012 dran

Geplant sind eine Grundsanierung, Verbesserung der Parksituation, neue Grünflächen und teilweise auch Kanal-Instandsetzungen: Mit den Arbeiten an der Neugestaltung der Steinbachstraße im Stadtteil Erbach wird, so Beigeordneter Rüdiger Schneidewind, aber aus finanziellen Gründen erst im Jahr 2012 begonnen.

Von SZ-Mitarbeiter Thorsten Wolf

Erbach. Mit der Sanierung der Dürerstraße in Erbach hat die Homburger Verwaltung in Sachen Stadtentwicklung im vergangenen Jahr einen weiten Schritt nach vorne gemacht. Nun sollte eigentlich in diesem Jahr der Steinbachstraße das gleiche Maß an Zuwendung widerfahren. Daraus wird aber nach gegenwärtigem Stand nichts.

Rüdiger Schneidewind, zuständiger Beigeordneter Homburgs: "Wir haben uns mit Blick auf die gegenwärtige Finanzlage der Stadt dazu entschlossen, das Projekt auf das Jahr 2012 zu verschieben." Mit der so finanziell begründeten Verzögerung der Baumaßnahme könnte sich für die Anwohner der Steinbachstraße aber eine wichtige Frage zu deren Gunsten beantworten, namentlich die nach den fälligen Beiträgen, die sie als Eigenanteil an der Sanierung tragen müssten.

Das Zauberwort: wiederkehrende Straßenausbaubeiträge. Die sollen, so hat es der Homburger Stadtrat mit großer Mehrheit im Grundsatz beschlossen (wir berichteten), in Zukunft per jährlichem Pauschalbetrag die Kosten für Straßensanierungen und Endausbau gleichmäßig auf alle Homburger Grundstückseigentümer verteilen, ein Ansinnen, das Schneidewind für durchweg gerecht hält. "Ich mache das an meiner eigenen Position fest. Ich wohne an einer sehr ruhigen Straße mit wenig Verkehr. Es ist nicht zu erwarten, dass diese Straße in den kommenden 30 Jahren saniert werden muss. Das bedeutet: Mit meinem nicht geringen Einkommen bin ich nicht gezwungen, für die Allgemeinheit in die eigene Tasche zu greifen. Andere jedoch, die an viel befahrenen Straßen wohnen, die ich auch mit benutze, und die möglicherweise über kein hohes Einkommen verfügen, werden für die zu erwartende frühere und häufigere Sanierung finanziell belastet. Dies ist ungerecht." So sei das geplante neue System eines, da ist sich Beigeordneter Schneidewind sicher, das für Ausgleich sorgen würde. Und von eben diesem System könnten in der Zukunft auch die Anwohner der Steinbachstraße profitieren, würden sie doch, vorausgesetzt die neuen wiederkehrenden Straßenausbaubeiträge werden Wirklichkeit, nicht gezielt mit Eigenanteilen an der Sanierung belastet werden.

Die Sanierung selbst soll nach dem Vorbild der Dürerstraße erfolgen, mit einem vergleichbar hohen finanziellen Aufwand pro 100 Meter. Geplant sind eine Grundsanierung, eine Verbesserung der Parksituation, das Einbringen von Grünfläche und in Teilen auch die Sanierung von Kanalanlagen. Gerade die in diesem Gewerk nicht abschätzbaren, aber wohl notwendigen Aufwendungen machen eine tatsächliche Kostenschätzung derzeit schwer möglich. Besser einzuschätzen ist da gegenwärtig schon die Bauzeit. Schneidewind: "Es wird nicht ganz so lange dauern wie in der Dürerstraße, da wir dort von Oberflächensanierung zu Grundsanierung wechseln mussten. Das hat damals Zeit gekostet. Im Falle der Steinbachstraße rechnen wir mit einem bis eineinhalb Jahren."


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