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06.09.2010 00:11

Schaufenster-Geschichten

Nicht nur vorübergehende Leerstände werden mit Schautafeln zur Herzogtums-Geschichte kaschiert - auch einige Zweibrücker Einzelhändler nutzen die 600-Jahr-Feier zu Dekorationsmaßnahmen.

Von Merkur-Mitarbeiter Fritz Schäfer

Zweibrücken. Die Geschichte des Herzogtums von der Gründung 1410 bis zum Ende 1801 ist zurzeit in zwei Zweibrücker Schaufensterfronten zu sehen. Im Hallplatz in den leerstehenden Räumen von Sinn-Leffers (wir berichteten). Und in den früheren Räumen des Modehauses Goebes am Alexanderplatz. In einer Collage werden Bilder historischer Persönlichkeiten und Fotos steinerner Zeugnisse der Herzogzeit miteinander verbunden. Infotafeln ergänzen die Bilder.

"Damit wollten wir das Jubiläum 600 Jahre Herzogtum Pfalz-Zweibrücken auch in die Stadt hineintragen", erklärt Stadtmarketing-Leiterin Annette Hübschen (Foto: pma). Für das Jubiläum wurde ihr Etat aufgestockt. Neben den Einblicken in die Stadtgeschichte in den beiden Schaufenstern flattern in der Fußgängerzone seit Juni auch blau-weiße und gelb-weiße Fahnen mit herzoglichen Wappen. "Die Stadt soll im Jubiläumsjahr auch festlich rüberkommen." Dabei sollen nach der Vorstellung Hübschens auch die Einzelhändler mitmachen: "Wir haben Einzelhändlern, die es wünschten, Aufkleber mit dem Hinweis auf das Jubiläum gegeben und gebeten, ihr Schaufenster entsprechend zu dekorieren." Einige hätten das bereits getan. Zum Beispiel der Bio-Supermarkt in der Rosengartenstraße, der mit seinem Leiterwagen und alten landwirtschaftlichen Geräten an die bäuerliche Tradition der Region erinnert. Kurzwaren und Wäsche Träutlein hat Kissen mit historischen Motiven. Die Bettengalerie in der Hallplatz-Galerie hat Decken mit Rosenmotiven und historische Fotografien im Schaufenster. Das Optikergeschäft Seybold-Epting zeigt Bilder der herzoglichen Familie. Eine Parfümerie hat das Schaufenster barock eingerahmt. An der Ecke Alexander-/Von-Rosen-Straße ziert ein großes Foto der Gedenkmedaille mit dem Schloss ein leeres Schaufenster. An dieser Stelle war im späten 16. und frühen 17. Jahrhundert die Zweibrücker Münze. Hübschen fügt hinzu, dass unter anderem Edeka im Hilgardcenter und die Buchhandlung Thalia in den nächsten Tagen auch etwas machen. Und das City-Outlet stellt Bilder eines Schülerwettbewerbs zum Herzogtum nach der Prämierung am Freitag, 10. September, aus. "Die Stadt

soll im Jubi-

läumsjahr

auch festlich rüberkommen."

Annette Hübschen


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