Dienstag, 22. Mai 2012

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Warten auf die Grippewelle

Von Merkur-Redakteur Mathias Schneck

Zweibrücken. Selbstmitleid ist in diesen Tagen durchaus gerechtfertigt. Erst wird man vom strengen Winter schockgefroren - und dann droht auch noch eine Grippewelle! Vor einer solchen warnt zumindest Dr. Matthias Stopp, Chefarzt am Evangelischen Krankenhaus, im Gespräch mit unserer Zeitung. "Die saisonale Grippewelle ist noch nicht angelaufen (Veröffentlicht am 10.02.2012)

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Die Frau auf diesem Symbolfoto hat es bereits erwischt. Sie ist erkältet. Neben ihr auf dem Nachtisch steht reichlich zu trinken. Genau das empfehlen auch Zweibrücker Krankenhausärzte. Der derzeitige strenge Winter sei für den Körper nämlich ähnlich belastend wie ein Hochsommer. Foto: dpa

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Zweibrücken. Selbstmitleid ist in diesen Tagen durchaus gerechtfertigt. Erst wird man vom strengen Winter schockgefroren - und dann droht auch noch eine Grippewelle! Vor einer solchen warnt zumindest Dr. Matthias Stopp, Chefarzt am Evangelischen Krankenhaus, im Gespräch mit unserer Zeitung. "Die saisonale Grippewelle ist noch nicht angelaufen. Traditionell ist mit ihr für die Zeit rund um Fasching zu rechnen", erklärt Stopp. Natürlich gebe es "auch mal ein Jahr, in dem diese Grippewelle ausfällt. Aber es ist doch ziemlich wahrscheinlich, dass sie kommen wird", warnt Stopp.

Entwarnung kann er zumindest für die aktuellen Patientenzahlen in seinem Haus geben. "Die Belegung in unserem Haus ist zwar generell Ende Januar/Anfang Februar recht hoch. Aber das liegt daran, dass die Menschen zu diesem Zeitpunkt von dem dann schon recht lange dauernden Winter in ihrem Immunsystem geschwächt sind. Das ist aber jedes Jahr so und hat mit den aktuell sehr niedrigen Temperaturen nicht so viel zu tun."

Wie kann man sich gegen mögliche Erkältungen wappnen? Stopp nennt die Klassiker der Prophylaxe: "Viel trinken, immer wieder mal raus an die frische Luft zur Bewegung und dabei auf warme Kleidung achten."

Warme Kleidung - dazu rät auch Dr. Horst Winter, Ärztlicher Direktor am Nardiniklinikum St.-Elisabeth in Zweibrücken. Und zwar gerade für den Kopf. "Bei Temperaturen von Minus 15 Grad wird es grenzwertig für den Menschen, gerade was den Kopf betrifft, weil man hier sehr schnell auskühlt. Vor allem die Ohren sind anfällig und sollten besonders gut geschätzt werden", mahnt der Mediziner. Wer bei solchen Minusgraden im Freien arbeiten müsse, solle unbedingt in relativ kurzen Abständen Pausen einlegen und sich wärmen. Ansonsten sei es durchaus zu begrüßen, sich draußen, etwa im Rahmen eines Spazierganges, zu bewegen. Nur solle man es dabei nicht übertreiben. Auch Winter empfiehlt dringend, ausreichend zu trinken. "Ein solch strenger Winter ist für den Körper ähnlich belastend wie ein Hochsommer", weiß der Arzt.

Auch für das Nardiniklinikum St. Elisabeth gelte, dass man derzeit gut belegt sei. Aber das sei, wie beim Evangelischen Krankenhaus, immer so zu dieser Zeit. Auch Winter sieht hier keinen Zusammenhang zum aktuellen Dauerfrost. "Bei Temperaturen von Minus

15 Grad

wird es grenzwertig."

Dr. Horst Winter

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