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01.09.2010 00:14

Käshofen plant Dorfplatz mit kleiner Holzhalle

Den neuen Platz beim Dorfgemeinschaftshaus (DGH) wollen die Käshofer als eigenständiges Dorferneuerungsprojekt befestigen, gestalten und zu einem Bürgertreff machen, sind sich die Räte einig.

Von Merkur-Mitarbeiter Norbert Schwarz

Käshofen. Verwaltungsmühlen mahlen mitunter bekanntlich langsam. Auch die Käshofer wissen davon ein leidliches Lied zu singen. Futsch sind die Träume von einem großzügigen Umbau des Dorfgemeinschaftshauses. Es gibt dafür kein Geld aus dem Fördertopf Dorferneuerung (wir berichteten). Doch in eine "Vogel-Strauß-Mentalität" zu verfallen und die Gemeinde nicht weiter voranbringen, das wollen die Ratsmitglieder nicht.

"Unser Blick geht weiter nach vorn, schauen wir, wie wir das Beste aus der verfahrenen Situation machen", meinte Ortsbürgermeister Karl Hoffmann - und in der Montagssitzung wurden schon neue Pläne geschmiedet. Nach langwierigen Verhandlungen ist die Gemeinde am Ziel, kann in unmittelbarer Nachbarschaft des Dorfgemeinschaftshauses 600 Quadratmeter Fläche erwerben, die als Dorfplatz umgestaltet werden soll. Eine Maßnahme, die bereits mit der Generalsanierung des Dorfgemeinschaftshauses im zweiten Bauabschnitt angedacht war. Hoffmann: "Jetzt wird halt der Dorfplatz zu einem Hauptprojekt, losgelöst von unseren bisherigen Plänen." Diese Ansicht teilten die Ratsmitglieder. Über die Feuerwehrzufahrt wird dieser Platz erschlossen, der etwas höher liegt als der Vorplatz beim Dorfgemeinschaftshaus. Auf dem Platz soll zu Nachbargrundstücken hin eine offene Holzhalle errichtet werden. Nicht zu üppig, passend zum Dorfbild und ganz aus Holz. Für Gemeindegeräte, aber auch für eine Nutzung, wenn Ereignisse wie Kerwe, Weihnachtsmarkt oder Dorffest angesagt sind. Zur Finanzierung haben die Käshofer noch etwas Geld in der Hinterhand: Zum Jahresbeginn verfügte der Ort noch über eine Rücklage von rund 150 000 Euro. Ein Großteil davon wird allerdings in den normalen Haushalt 2010 fließen, um Finanzlöcher zu stopfen. Weil die Halle grenzständig wird, sind Baulasten auf Nachbargrundstücken erforderlich. Vorgespräche führte der Ortsbürgermeister bereits mit Anliegern und bekam Zustimmung signalisiert.


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