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Digitale Daten-Sammler

Von dpa-Mitarbeiter Tobias Hanraths

Nürnberg. Meist übernehmen Multifunktionsgeräte neben drucken und kopieren den Job, Dokumente zu digitalisieren. Trotzdem ist der Scanner als Einzelgerät nicht tot. "Die Verkaufszahlen sind auf jeden Fall noch nennenswert", sagt Reiner Wichmann von der Gesellschaft für Konsumforschung (Veröffentlicht am 15.03.2012)

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Auf Geschäftsreisen sind mobile Scanner nützlich. Foto: Fujitsu/dpa

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. Nürnberg. Meist übernehmen Multifunktionsgeräte neben drucken und kopieren den Job, Dokumente zu digitalisieren. Trotzdem ist der Scanner als Einzelgerät nicht tot. "Die Verkaufszahlen sind auf jeden Fall noch nennenswert", sagt Reiner Wichmann von der Gesellschaft für Konsumforschung. Gefragt seien die Geräte für spezielle Einsatzzwecke, zum Beispiel fürs Scannen unterwegs und die Texterkennung.

Zwei Varianten

Solche Geräte gibt es entweder als Handscanner oder als mobilen Dokumentenscanner. Letzterer verfügt über einen Papiereinzug. Trotzdem ist die Konstruktion möglichst kompakt: Je nach Modell sind die Scanner rund 30 Zentimeter breit und fünf bis zehn Zentimeter tief und hoch. Das entspricht ungefähr dem Format einer Küchenrolle. Das Gewicht liegt meist unter einem Kilogramm, die Stromversorgung funktioniert ohne zusätzliches Netzteil über USB. Die Preise beginnen bei rund 200 Euro.

Allerdings: Scans aus Büchern fallen damit flach. Fotos passen zwar durch den Papiereinzug. Die Mühe können sich Nutzer aber ohnehin sparen, findet Rudolf Opitz. "Bei Bildern liefern die meisten mobilen Scanner schlechte Ergebnisse, selbst die besten Geräte schaffen nur akzeptable Qualität", sagt der Redakteur der Zeitschrift "c't".

Jedoch: "Wenn ich als Geschäftsreisender auf Kongressen oder Messen einen Stapel Papier schnell digitalisieren möchte, sind solche Scanner unglaublich praktisch", sagt Opitz. Manche Geräte schaffen um die 15 Seiten pro Minute. Wer Wert auf besonders schnelle Datenübertragung legt, sollte sich nach einem Modell mit USB 3.0 umschauen.

Ein entscheidender Vorteil mobiler Einzugsscanner ist die Software für Texterkennung (OCR), die viele Hersteller gleich mitliefern. Die macht aus Scans durchsuch- und kopierbaren Text. "Bei unkomplizierten Standardtexten klappt das in der Regel problemlos", sagt Professor Gernot Fink von der Fakultät für Informatik an der Technischen Universität Dortmund. Dazu zählten zum Beispiel Geschäftsbriefe.

Wer einen Scanner ohne solche Software kauft, kann als Ergänzung zu kostenlosen Open-Source-OCR-Programmen wie Tesseract oder Cuneiform greifen, rät Fink. Ganz anders funktionieren so genannte Handscanner. Das sind meist schmale, röhrenartige Geräte, die von Hand über ein Dokument gezogen werden und so auch Bücher digitalisieren können. Die manuelle Bedienung kann eine Texterkennung aber erschweren, warnt Gernot Fink. "Damit wird es sehr schwer, ein gleichmäßig gutes Scanergebnis zu erzielen." Manche Handscanner haben Rollen oder Walzen, die den Scanvorgang stabilisieren.

Der Vorteil der Handscanner ist, dass sie in der Regel auch ohne angeschlossenen Computer funktionieren: "Die Scanergebnisse werden dann zum Beispiel auf einer SD-Karte zwischengespeichert", erklärt Opitz. So lassen sich Handscanner zum Beispiel bequem in eine Bibliothek mitnehmen. Erhältlich sind die Geräte ab etwa 70 Euro.






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