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03.09.2010 00:09

"Einen besseren Werbeträger gibt es nicht"

80 Jahre SV Großsteinhausen, wenn das mal kein Grund zum Feiern ist. Es ist einer, und deshalb trifft sich die große Vereinsfamilie heuet Abend mit vielen Freunden im Sportheim am Scheuerwald.

Großsteinhausen. Der heutige Freitag gehört einmal mehr dem Fußballverein "Sportverein Großsteinhausen". Vor 80 Jahren wurde das zarte Pflänzlein "Sportverein" gesetzt. Auf das, was in den vergangenen acht Jahrzehnten daraus geworden ist, ist die gesamte Dorfgemeinschaft stolz, nicht zuletzt Ortsbürgermeister Volker Schmitt. Nicht grundlos und ohne Eigennutz. "Einen besseren Werbeträger als die Fußballer des Sportvereins Großsteinhausen kann ich mir nicht vorstellen", sagt Volker Schmitt.

Der heutige Festabend im Sportheim wird mit einem Steakessen eröffnet. Verdiente Mitglieder sollen im Verlauf des Abends geehrt und ausgezeichnet werden.

"Eine Wiege gab es für unseren Fußballverein nicht, dafür haben wir alle Schwierigkeiten gemeistert und sind noch heute ein lebendiger Dorfverein", sinniert Karl Baqué, der heutige Vorsitzende des mit 290 Mitgliedern größten Vereins in der Großsteinhauser Vereinsfamilie. Und dass damals in den 30er Jahren, als der Fußball im kleinen Grenzort auf der Hackmesserseite noch in den Kinderschuhen steckte, von vielen belächelt und die ersten Kicker als "Spinner" abgetan wurden, ist nur noch für die Vereinschronik interessant, die Vorstandsmitglied Thomas Pfeifer vorbildlich und mit aller größtem Engagement und Hingabe hegt und pflegt. Allein die Geschichten um die Gründungsväter und die Anfangserfolge wären seitenfüllend, würden Stoff liefern für viele, spannende Lesegeschichten. Ganz abgesehen von den Fußballgeschichten im sportlichen Sinn, wie sie der SV Großsteinhausen vor allem in der zweiten Hälfte seiner Vereinsgeschichte schreiben konnte. Angefangen bei der Vereinsgründung, sich fortsetzend über die nimmermüden Aktivitäten um Sportstätten und Vereinsbleibe, bis hin zu den sportlichen Erfolgen. Ein Fußballverein aus einem rund 600 Einwohner zählenden Ort in der Bezirksliga, das ist fürwahr nicht alltäglich, und dieses Kunststück hat der SV Großsteinhausen in seiner Vergangenheit immerhin schon zweimal geschafft. Alles unter der Ägide von Ortwin Hofmann, der 40 Jahre lang, die Hälfte des Vereinsbestehens also, auf der Kommandobrücke stand und federführend dafür war, dass der Sportverein Großsteinhausen sich beispiellos sportlich und gesellschaftlich entwickelte.

Sechs Mal allein wurde in den Vereinsgremien die Sportplatzfrage diskutiert und vorbildlich gelöst. Heute hat der Verein zwei Rasenplätze, und in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft entsteht ein Bolzplatz für den örtlichen Nachwuchs. Das Sportheim, das 1971 in Eigenleistung errichtet wurde, insbesondere die Fundamente, müssen im Jubiläumsjahr saniert werden.

Flutlicht gibt es für die beiden Rasenplätze, und mit dem erwähnten Bolzplatz wird die Vorzeigeanlage des SV Großsteinhausen im Scheuerwald abgerundet. Davon wird heute Abend in lockerer Runde beim zwanglosen Festbankett immer wieder die Rede sein. cos

"Wir haben alle Schwierigkeiten gemeistert und sind noch heute ein lebendiger Dorfverein."

Karl Baqué


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