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31.07.2010 00:06

Mit Geschichte Tourismus ankurbeln

Von Merkur-Mitarbeiter Norbert Rech

Die Ortsgemeinde Wallhalben will demnächst mit einem Geschichtsweg die Vergangenheit mit Leben erfüllen. Dabei wird auf dem Rundgang die historische Entwicklung des Ortes über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahrtausenden dargestellt. Die Schilder, die laut Ortsbürgermeister Berthold Martin bereits fertig sind, sollen in Kürze aufgestellt werden. Die Arbeiten in der Verwaltung laufen bereits seit Monaten auf Hochtouren. Geplant ist auch, den Weg im Internet und auf Flyern zu präsentieren. Außerdem soll es Führungen durch eine Müllerin geben. "Diese begleitet die Interessierten durch den Ort und erzählt die abwechslungsreiche Geschichte", erklärt Martin. Die Restaurants der Mühlen könnten die Teilnehmer mit regionalen Köstlichkeiten überraschen. Der erste Rundgang soll noch bis Jahreswechsel stattfinden.

Es gebe in Wallhalben viel zu sehen. Die Geschichte des Ortes reicht bis in die Zeit des Römischen Reiches. Im Mittelpunkt steht dabei stets die Wallhalb. Dieser war bis vor knapp 40 Jahren ein Grenzfluss. Zuletzt trennte er die Landkreise Pirmasens und Zweibrücken und die Ortsteile Oberhausen und Wallhalben. Auch an Wallhalber Persönlichkeiten wolle man erinnern. So hat der Auswanderer Friedrich-August Poth in Amerika eine der größten Brauereien aufgebaut. Der Ehrenbürger blieb seiner Heimat allerdings immer verbunden, spendete unter anderem viel Geld für den Neubau der Dorfkirche und für die Wasserversorgung. Eine Tafel ist auch für den Psychologen und Philosophen Theodor Lipps vorgesehen, der als Professor in Münchener tätig war. Daneben sollen auch die Sagen des Sickinger Landes auf dem Geschichtsweg präsent sein. Der Geschichtsweg soll auch an die Juden in Wallhalben erinnern. Weitere historische Stätten sind auf dem Oberhauser Berg das keltische Fürstengrab "Dicker Buckel" und das barocke Herrenhaus der Gerberei Wild-Ritter (heute Ludwig-Katz-Haus) sowie der Waschbrunnen Felsenquell. Außerdem soll die Route an der Wallhalber Mühle und der Landgrafenmühle vorbeiführen. Zu sehen sind zudem der Ochsenberg (einstige germanische Kultstätte) und etliche denkmalwürdige Häuser.

In Kürze soll in der Verbandsgemeinde Wallhalben ein Bürgerbus zwischen den Dörfern verkehren. "Es handelt sich um eine Pilotphase", stellt der Bürgermeister klar, dass er die Akzeptanz testen will. Träger soll ein Verein werden. Nach Martins Vorstellungen soll der Bus auf einer Rundfahrt zwei Mal am Tag alle Orte der Verbandsgemeinde ansteuern. Durch Spenden, Mitgliedsbeiträge und die Tickets soll sich der Bus finanziell selbst tragen. Auch in Sachen Stuhlbachtal wolle die Ortsgemeinde vorankommen. So werde an der Landgrafenmühle ein Weiher angelegt.


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