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„Battleborn“ ist solide Action im Clowns-Kostüm



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Der Wahnsinn eröffnet eine neue Filiale
„Battleborn“ ist solide Action im Clowns-Kostüm

Von Jan Althoff, 23.05.2016 02:00
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„Battleborn“ ist nichts für Leute, die allein in die Schlacht ziehen. Selbst der Solomodus ist auf Kooperation angelegt. Foto: 2kgames
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„Battleborn“ ist zwar zweifellos ein Spiel, aber definitiv kein Kinderspiel. Wer hier alleine oder online Erfolge einfahren will, muss eine ganze Menge Trainingszeit investieren und viele, viele Tode sterben.
In der hektischen und überfüllten Welt der Multiplayer-Ballerspiele muss man sich heutzutage echt anstrengen, um aufzufallen. „Battleborn“ von den „Borderlands“-Machern Gearbox fährt greift gleich mit zwei Elementen an: Zum einen ist es kreischend bunt und erinnert in den Zwischensequenzen der – eher mauen – Kampagne an frühere japanische Anime-Werke wie „Captain Future“ oder „Ghost in the Shell“ (auch dem Laien bekannt aus dem Video zum Wamdue Project-Song „King of my castle“). Zum anderen sind alle Gestalten im Spiel, wie bei „Borderlands“, das, was man heutzutage gerne „durchgeknallt“ nennt. Also komplett wahnsinnig, psychopathisch, hämisch und hysterisch. Gut, kann man machen. Nimmt allerdings schon wieder ein wenig Überhand in letzter Zeit.

 

Glücklicherweise hat 2k Games' „Battleborn“ auch spielerisch das eine oder andere zu bieten. In erster Linie die 25 spielbaren Charaktere, die alle möglichen Spezialisierungen und Spezialfähigkeiten bieten (jeder hat drei Spezialfähigkeiten), vom Heiler bis zum Nahkämpfer. Die sammeln durch erfolgreiche Abschüsse Erfahrungspunkte und können so immer weiter verbessert werden. Die Helden muss man allerdings erst einmal freischalten. Und das kann dauern, denn „Battleborn“ kommt Gelegenheitsspielern nicht gerade entgegen. Das geht soweit, dass die Spieler selbst in der Kampagne wie früher in der Spielhalle nur eine begrenzte Anzahl Leben haben. Sind die weg, und das kann bei den Gegnermassen schnell passieren, muss man das Level – an dem man dann womöglich schon eine Stunde gespielt hat, von vorne beginnen.

 

Kurzum: „Battleborn“ sollten sich Gelegenheitskrieger mit Vorsicht nähern, denn es verlangt Einarbeitungszeit – und Frusttoleranz.

 

Wertung (Schulnote): 3+
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