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Theaterprojekt mit Schülern zum Thema Sucht



Zweibrücken
Theaterprojekt mit Schülern zum Thema Sucht
Von Peter Fromann, 06.06.2015 00:00
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Improvisierte Szenen von der Theatergruppe „Requisit“ vor Schülern der Herzog-Wolfgang-Realschule plus. Foto: Lehmann Foto: Lehmann
Spielerisch versuchte die Theeatergruppe „Requisit“ in die Aula der Herzog-Wolfgang-Realschule plus, mit Zehntklässlern ins Gespräch über Süchte und die Gefahren der Abhängigkeit zu kommen.
Die Stadtjugendpflegerin Nicole Buchholz und die Fachkraft für Suchtprävention Karin Bieg hatten die Theatergruppe „Requisit“ in die Aula der Herzog-Wolfgang-Realschule plus eingeladen, um mit ihrer Hilfe vor Schülern der neunten und zehnten Klassen über das Thema „Sucht“ zu informieren und zu diskutieren. Nicole Buchholz erklärte: „Hinter dem Theater Requisit steckt ein innovatives Konzept zur Suchtprävention“. Diplom- und Theaterpädagogin Nora Staeger begeisterte mit ehemaligen suchtmittelabhängigen Darstellern die 150 Schülerinnen und Schüler. Improvisationstheater war angesagt: „Was macht ihr gern in eurer Freizeit?“, fragte die Leiterin in den Raum. „Disco“, so eine der Antworten. Also mimten die Darsteller spontan eine Szene in einer Disco. Oder zwei Darsteller hockten auf der Bühne, zwei Sessel imitierend, die nun wütend oder lieb oder traurig mit den auf ihnen Sitzenden umgingen. Heitere bis dramatische Szenen, die die Schüler in ihren Bann zogen und sie auf eine Diskussion um das Thema „Sucht“ locker einstimmen sollten. Die Darsteller wissen konzeptgemäß anfangs nicht, was sie erwartet und was sie in Sekundenschnelle an verzwickten menschlichen Situationen überzeugend spielen müssen. Improvisation ist gefragt.

Im Gespräch sieht einer der Schauspieler, er hat Ingenieurwissenschaft studiert, kann aber infolge langer Suchtphasen den Beruf nicht mehr ausüben, sein Leben sehr kritisch: „Natürlich hatte ich mein Leben anders geplant, ich habe einen schrecklichen Fehler gemacht, aber ich hadere nicht mehr. Das Leben als Schauspieler hier ist hart, aber es bietet auch Möglichkeiten. Man muss eben einen zweiten Weg finden.“ Die Schüler interessierten in der anschließenden Diskussion Fragen wie: „Wo lauert die Gefahr, süchtig zu werden, wo die Verführung, wie komme ich wieder los, wie verändert die Sucht das Leben, wo kann ich Hilfe finden, ist es gefährlich, mal nur zu probieren?“ Es gibt keine ganz einfachen Antworten, erster Ansprechpartner ist sicher eine Fachkraft für Suchtprävention, denn die Vorbeugung ist der allererste wichtigste Schritt in eine sichere suchtfreie Zukunft. „Eine gelungene Veranstaltung“, fand Christiane Grünhage, zweite Konrektorin der Schule.
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