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Zweibrücker Herzog-Wolfgang-Realschule ist „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“



Zweibrücken
Projekt von Schülern für Schüler
Zweibrücker Herzog-Wolfgang-Realschule ist „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

Von Fritz Schäfer, 19.05.2015 00:00
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Schüler der Herzog-Wolfgang-Realschule präsentieren ihr „Anti-Rassismus“-Siegel. Foto: Conrad Foto: Conrad
Die Herzog-Wolfgang-Realschule Zweibrücken ist jetzt Teil des Netzwerkes der „Schule ohne Rassismus – Schule ohne Courage“. Ziel ist es, Toleranz, Respekt und Nächstenliebe in der Schule zu fördern.
„Wir wollen Toleranz, Respekt und Nächstenliebe in unserem Umfeld und vor allem in der Schule fördern“, sagt Jessica Loch aus der siebten Klasse der Herzog-Wolfgang-Realschule. Gemeinsam mit fast 20 Mitschülern von der sechsten bis zehnten Klasse, die aus verschiedenen Ländern und Kulturen stammen, hat die Toleranz-AG initiiert, dass die Herzog-Wolfgang-Realschule eine „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ wird.

Denn um den Titel zu erreichen, müssen sich mindestens 70 Prozent aller Schüler durch ihre Unterschrift zu den Grundsätzen des Projekts für Demokratie und Gewaltfreiheit, gegen Rassismus und Diskriminierung bekennen.

„Diese Hürde habt ihr leicht übersprungen“, freut sich die Schulleiterin Rita Sutter-Deßloch für das Engagement der Schüler. Diese Verleihung sieht die Schulleiterin nicht nur als Auszeichnung. „Es ist eine Selbstverpflichtung für die Schule.“ Die Inhalte des Projekts sollen noch mehr in Schulalltag einziehen.

„Das ist ein Projekt von den Schülern für die Schüler“, bezeichnet die Landeskoordinatorin Anke Lips von der Landeszentrale für politische Bildung das Projekt. Mit der Teilnahme sei die Schule in einem europaweiten Netzwerk für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit. In Deutschland beteiligten sich bereits 1730 Schulen, in Rheinland-Pfalz ist die Herzog-Wolfgang-Realschule die 83.

Bei ihrem ersten Besuch vor einigen Wochen sei sie beeindruckt gewesen von den Aktivitäten der Schüler, sagt Lips. „Wir haben uns bei den Treffen über die Kulturen und Religionen der Welt informiert“, berichtet Schirley Kitto von der Toleranz AG. Bei einem Ausflug nach Mannheim habe man eine Moschee und eine Synagoge besucht. Mit der Teilnahme am Begegnungsfest und einem Kochbuch nennen Kitto und Loch weitere Projekte.

„Das Projekt zeigt, dass die Schüler Verantwortung übernehmen und politisch tätig werden“, sagt Pervin Taze, die wie Ibrahim Al-Saffar die Patenschaft übernommen haben. Beide betonen, dass die Patenschaft „eine Ehre“ sei. Für Al-Saffar hat das Projekt eine große Bedeutung mit dem Ziel, dass die jungen Menschen harmonisch zusammenleben.
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