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Initiative möchte Kapelle erhalten und nutzen



Zweibrücken
Initiative möchte Kapelle erhalten und nutzen
19.04.2017 02:00
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Die Himmelsbergkapelle ist baulich vom ehemaligen Evangelischen Krankenhaus getrennt. Foto: Volker Baumann

Foto: Volker Baumann
Sprecherkreis schreibt LVIM an und wäre notfalls auch zum Mieten bereit. – Kultur-Veranstaltungen hätten sich sehr bewährt.

„Wir schreiben den Landesverein für Innere Mission an“, kündigte Pfarrerin Elisabeth Brach gestern Abend bei einem Pressegespräch den nächsten Schritt des Initiativkreises Himmelsbergkapelle an. „Wir stehen damit ganz am Anfang unserer Bemühungen“, fügte Wolfgang Ohler vom sechsköpfigen Sprecherkreis der Initiative hinzu. Ziel ist der Erhalt der Kapelle mit der Ausstattung wie Mobiliar, Orgel, Kruzifix oder Kunstgegenständen und die Nutzung für kulturelle Veranstaltungen. Dem Initiativkreis gehören derzeit 44 Personen an.

Ende März wurde die Kapelle am ehemaligen Evangelischen Krankenhaus geschlossen. Damit endete auch die kurze Zeit der Reihe „Kunst und Kultur in der Himmelsbergkapelle“.

Zu dem guten Dutzend Lesungen, Vorträgen und Konzerten von Oktober bis März kamen bis zu 80 Personen in die Kapelle. „Das hat gezeigt, dass es ein großes Interesse in der Bevölkerung für die Kapelle gibt“, folgert Ohler. Zumal die „gute Atmosphäre hervorragend geeignet ist für Kultur“. Schmunzelnd fügt er hinzu: „Die Akustik ist ähnlich der in der Elbphilharmonie.“

In dem Schreiben an den LVIM bittet die Initiative um ein Gespräch. Dabei will sei für den Erhalt werben, eventuell auch mit einem eigenen Beitrag in Form einer Miete. Ohler: „Am liebsten würden wir die Kapelle kostenfrei nutzen.“ Bei einer Miete würden künftige Veranstaltungen Eintritt kosten. Bei den bisherigen Veranstaltungen war eine Spendenkasse aufgestellt worden.

„Wenn wir es mieten könnten, würden die Miete, Betriebskosten und Versicherungen anfallen“, erläutert Ohler. Bei einer Miete sollte der LVIM die ausschließlich idealistischen Motive der Initiative ins Kalkül ziehen. Brach betätigt, dass die Kirche kein Interesse an einer Weiternutzung der Kapelle habe.

Wenn der LVIM der Initiative die Kapelle überlässt, hätte die Vereinigung Zeit, die Zukunft zu planen. Der Landesverein möchte sich von dem gesamten ehemaligen Evangelischen Krankenhaus, das derzeit teilweise unter anderem an das Nardini-Klinikum vermietet ist, trennen (wir berichteten). „Baulich ist die 1982 erbaute Kapelle vom 1978 eröffneten Krankenhaus getrennt“, erklärt Architekt Horst Grub, der dem Sprecherkreis angehört. Die technischen Verbindungen könnten getrennt genutzt werden. Die Himmelsbergkapelle habe auch einen eigenen Zugang.

Weitere Infos und Beitrittsformulare zum Initiativkreis bei Elisabeth Brach, E-Mail: tilo.brach@myquix.de.

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