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Noch mehr Premium-Marken geplant



Zweibrücken
Noch mehr Premium-Marken geplant
Von Lutz Fröhlich, 19.05.2017 02:00
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Der alte Name „Style Outlets“ (die Markenrechte bleiben beim früheren Eigentümer Neinver) war gestern schon entfernt. Bis 26. Mai soll das „Rebranding“ auf „Zweibrücken Fashion Outlet“ abgeschlossen sein. Fotos: Lutz Fröhlich
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VIA-Outlets-Business-Direktorin Sabine Asimus (Mitte) mit Center-Chef Ibrahim Alsac und seiner Senior Marketing-Managerin Céline Diebold.

Das Center heißt künftig „Zweibrücken Fashion Outlet” und hat eine Rose im Logo. Werbung wird internationaler.

Das größte Fabrikverkaufszentrum Deutschland ändert zum zweiten Mal seinen Namen. Manche Zweibrücker sprechen immer noch vom „Doz“, denn als „Designer Outlet Zweibrücken“ eröffnete das Einkaufscenter 2001. Seit dem Verkauf 2009 hieß es „Zweibrücken The Style Outlets“ – und jetzt „Zweibrücken Fashion Outlet“.

Der neue Name solle die herausragende Fashion-Kompetenz des Centers hervorheben, erläuterte Sabine Asimus, Business-Direktorin von VIA Outlets (die Londoner Firma hatte im Februar den Kauf abgeschlossen), gestern im Merkur-Gespräch. Zudem hießen die meisten VIA-Center „Fashion Outlet“. Erstmals taucht im Logo nicht nur der Name Zweibrücken auf, sondern auch ein Symbol mit lokalem Bezug – eine Rose. Asimus legt auch großen Wert auf die Zusammenarbeit mit der Rosenstadt: „Die wird auf keinen Fall zurückgefahren. Wenn wir sie intensivieren können, um so besser.“ Zum Beispiel könne sie sich eine Foto-Ausstellung im Fashion Outlet vorstellen, um die Schönheit Zweibrückens deutlich zu machen. Selbst vielen Zweibrückern sei nicht bewusst, „was sie für eine schöne Innenstadt haben“, sagt die 50-jährige Genferin, die fünf der zehn VIA-Center betreut (Zweibrücken, Zürich, Sevilla, Mallorca und Breslau).

In der Kampagne zur Einführung des neuen Namens setzt das Fashion Outlet aber auch einen starken internationalen Fokus. Mit 130 Marken biete man Kunden „die ganze Welt der Mode an einem Ort“, unter dem Motto „Wir sind Fashion“. Auf der neuen Internetseite heißt es: „Paris, Mailand, New York – Zweibrücken Fashion Outlet, Ihre International Fashion Destination, präsentiert Ihnen die Kreationen der großen Mode-Metropolen.“

Wird sich unter den neuen Betreibern etwas am Marken-Mix ändern? „Wir wollen den Anteil des Premium-Segments erhöhen“, kündigt Asimus an. Zwar ist das Center voll vermietet. Aber durch Marken-Wechsel und Shop-Verkleinerungen ließen sich neue Hersteller finden. „Wir müssen immer wieder mal etwas Neues bieten“, erläutert Asimus, vor allem „neue internationale Marken, die Kunden erwarten, oder womit wir sie überraschen können“. Das Interesse bei Herstellern an Zweibrücken sei sehr groß.

Bei der per städtebaulichem Vertrag festgeschriebenen Sortimentsliste – Unterhaltungselektronik etwa darf zum Schutz der Innenstädte nicht im Outlet verkauft werden – sieht Asimus keinen Änderungsbedarf: „Das ist zurzeit kein Thema für uns.“ Hifi-Geräte etwa passten ohnehin nicht richtig zum Namen „Fashion Outlet“. Wobei „Fashion“ sich natürlich nicht nur auf Kleidung, sondern alles Modische beziehe – auch in Bereichen, die man vielleicht noch ausbauen könne wie Schmuck oder Kosmetik.

Der führende Outlet-Experte Joachim Will hatte im November im Merkur erklärt, VIA Outlets kaufe nur Objekte mit Wachstumspotenzial. Er erwarte deshalb, dass VIA versuchen werde, die (derzeit auf 21 000 Quadratmeter begrenzte) „reine Nettoverkaufsfläche“ zu erweitern. Davor stünden zwar hohe raumordnungsrechtliche Hürden – diese hält Will aber für überwindbar, da entgegen seiner eigenen Prognose das Center sich nicht schädlich auf die benachbarten Innenstädte ausgewirkt habe. Hegt VIA Outlets tatsächlich Ausbau-Pläne für Zweibrücken? Asimus antwortet: „Wir sind erst ein paar Monate hier und haben sehr viel zu tun. Es ist eine sehr schöne Herausforderung, die Produktivität zu erhöhen.“ Man habe „noch nicht einmal die Strategie für 2018“ besprochen“, seien andere Themen auf der Agenda. Zumal man auch mit der vorhandenen Fläche „jede Menge machen kann“, um Wachstum zu generieren. So erhöhten kleinere Shop-Größen die Produktivität und tolle neue Marken die Verkaufszahlen. Geplant seien auch einige Maßnahmen (wie mehr Grün), um die „Aufenthaltsqualität“ im Center zu optimieren und so die Verweildauer der Kunden zu erhöhen. Auch touristisch wolle man mehr machen, sagt die Senior Marketing Managerin des Centers, Céline Diebold.

zweibrueckenfashionoutlet.com

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