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Mannlich-Realschüler reisen nächste Woche nach Ostafrika



Zweibrücken
Einmal Ruanda und zurück
Mannlich-Realschüler reisen nächste Woche nach Ostafrika

Von Patryk Kubek, 27.01.2017 02:00
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Voller Vorfreude sind die Mannlich-Realschüler, sie reisen in das ostafrikanische Ruanda. Foto: Markus Meier Foto: Markus Meier
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Hanna Agne
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Nico Leiner
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Julia von Schrader
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Cyane Freer

Zum ersten Mal reisen rheinland-pfälzische Realschüler am Donnerstag nach Ruanda und besuchen dort ihre Partnerschule. Bei der Delegation zeigt sich Vorfreude, hat sie sich schließlich lange auf den zweiwöchigen Trip vorbereitet. Der Austausch soll nun zur Regel werden.

Die Vorbereitung war lang und intensiv. Umso größer ist jetzt die Vorfreude bei den 15 Schülern und drei Lehrern der Mannlich-Realschule plus, die ab Donnerstag den rund 6000 Kilometer weiten Weg nach Ruanda mit dem Flugzeug antreten. Im Rahmen der Partnerschaft zwischen der Stadt Zweibrücken mit dem ostafrikanischen Land wird die deutsche Reisegruppe im Dorf Vumbi ihre dortige Partnerschule, das Centre Scolaire, besuchen. Das Ganze ist gleichzeitig eine Premiere: Zum ersten Mal bekommen Realschüler aus Rheinland-Pfalz die Möglichkeit, das Land zu erkunden.

„Die Partnerschaft zwischen Zweibrücken und Ruanda besteht seit rund 30 Jahren“, berichtet Verbindungslehrer Peter Hoffmann. Seit 2001 organisiert die Mannlich-Realschule jedes Jahr einen Spendenlauf in Zweibrücken. „Mit diesem 50-Kilometer-Lauf wollten wir Solidarität mit den Schülern in Vumbi zeigen, die teilweise einen langen Schulweg zurücklegen müssen“, so Hoffmann weiter. Durch das Spendengeld konnten zum Beispiel Toiletten mit Wasserspülung gebaut, Wasserspeicher installiert oder eine Schulbibliothek errichtet werden.

„Zwischen den beiden Schulen herrscht reger Briefkontakt. Schließlich haben wir uns dafür entschieden, diesen Kontakt zu intensivieren und persönlicher zu gestalten“, erklärt Peter Hoffmann. Deshalb, so die Planung, wird in Zukunft alle drei Jahre eine Delegation Ruanda besuchen, ehe jeweils ein Jahr später Schüler von dort nach Zweibrücken reisen.

Zur Vorbereitung hat die AG ein halbes Jahr lang zum Beispiel Vorträge zum Land gehört oder mit ruandischen Studenten an der Universität in Kaiserslautern gesprochen. „Wir haben ganz viele verschiedene Sachen über Ruanda gelernt, zum Beispiel auch über den Genozid“, berichtet Hanna Agne. Der externe Dozent Rudolf Fischer, der zur Zeit des Völkermords 1994 selbst vor Ort war, hatte im Rahmen der AG Aufnahmen mitgebracht. „Das war schon ein Gänsehautmoment, die schrecklichen Bilder zu sehen“, erzählt Hanna. „Die Schüler konnten dadurch spüren, dass es echt ist, was damals dort passiert“, erläutert Peter Hoffmann.

Ab Donnerstag kann es nun endlich losgehen. „Ich freue mich vor allem darauf, aus Deutschland herauszukommen und die Welt anders zu sehen“, berichtet der Schüler Nico Leiner. „Am meisten freue ich mich darauf, eine neue Kultur kennenzulernen und zu sehen, dass man auch auf andere Weise glücklich sein kann, als wir hier in Deutschland“, sagt Julia von Schrader. „Direkten Kontakt hatten wir als Gruppe mit einzelnen Schülern noch nicht“, sagt Verbindungslehrerin Conny Müller, die als weibliche Lehrperson mit dabei ist.

Angst ist bei Neunt- und Zehntklässlern keine zu spüren – eher bei den Eltern. „Meine Mutter macht sich mittlerweile Sorgen. Sie hat den Film ‚Hotel Ruanda‘ (dieser behandelt den Völkermord, Anm. d. Red.) gesehen und deswegen Angst“, erzählt Cyane Freer. „Ruanda ist mittlerweile eins der sichersten Länder der Welt. Überall ist Polizei und Militär präsent“, versichert Peter Hoffmann.

Initiator der Reise, Verbindungslehrer Markus Priester, spricht über die Finanzierung der Reise: „Die Schüler haben selbst Sponsoren an Land gezogen, die das Ganze neben den Eltern mitfinanzieren.“ Wohnen wird die Delegation in Jugendherbergen oder Klöstern. „Alle völlig okay!“, versichert Priester. Der Reise nach Ruanda steht also nichts mehr im Wege.

www.mannlich-rs.de

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