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Flughafen-Aus gut weggesteckt



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Flughafen-Aus gut weggesteckt
Von Fritz Schäfer, 16.02.2017 02:00
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Die Style Outlets geben vielen Menschen Arbeit. Foto: Gilles PECQUEUR/pma

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Kreuzberg verzeichnet Arbeitsplatz-Rekord, Konversionsgebiet Flugplatz ist nah dran.

„Auf den Hügeln tut sich was“, stellt Oberbürgermeister Kurt Pirmann (SPD) mit Blick auf die Arbeitsplatzzahlen der Konversionsgebiete Flugplatz und Kreuzberg fest. So verzeichnet das Gebiet um die Hochschule Ende 2016 mit 731 Arbeitsplätzen einen Höchststand. Und auch das Entwicklungsgebiet um den Flugplatz nähert sich gut zwei Jahre nach der Insolvenz der Flughafen GmbH mit 2815 dem zweithöchsten Beschäftigtenstand.

„Das Konversionsgebiet Flugplatz war immer mehr als der Flugbetrieb“, sagt Pirmann. Wenngleich die Ferienflieger „das Sahnehäubchen“ der Konversion gewesen sei. Doch vor allem das Fabrikverkaufszentrum, der Multimedia-Internet-Park und das sonstige Gewerbe hätten die Entwicklung bei der Umwandlung der militärischen Fläche in eine zivile Nutzung getragen, betont Pirmann. Dabei hätten vor allem die vielen kleineren Gewerbebetriebe, derzeit rund 70, das Gebiet vor Schwankungen bewahrt. So habe sich die Wirtschaftskrise 2008/2009 nicht gravierend ausgewirkt. Und auch das Ende des Flugbetriebs sei aufgefangen worden. Schon vor 20 Jahren hatte Pirmann als Verbandsbürgermeister dafür geworben, viele kleine Firmen auf dem Gelände anzusiedeln. So sind allein in den Gewerbebetrieben über 1000 Menschen beschäftigt, im Outlet 1178 und im Multimedia-Internet-Park 561.

Wobei Stadtsprecher Heinz Braun anmerkt, dass das Engagement des neuen Besitzers des Flughafens, Triwo, bei den Arbeitsplätzen „noch nicht nennenswert zu Buche schlägt. Da ist noch Luft nach oben.“ Die von Kubota für Versuche genutzte Halle sei keine neue Ansiedlung.

Der Höchststand der Arbeitsplätze an der Hochschule und im Umfeld aus dem Kreuzberg ist nach Auffassung des Stadtsprechers umso höher zu bewerten, weil im vergangenen Jahr ein dort angesiedeltes Call-Center mit 60 Mitarbeitern in das ehemalige Bauamt in die Innenstadt gezogen sei. „Die Arbeitsplätze blieben Zweibrücken erhalten.“

Auf dem Kreuzberg haben die Firmen Sonnenplan und Tecserv ihre Neubauten bezogen. Auch sonst gebe es viele Anfragen nach Gewerbeflächen, die noch in städtischer Hand seien, sagt Braun.

Doch statt Logistikunternehmen, die viel Fläche benötigen, möchte die Stadt, dass sich in dem Gebiet Firmen ansiedeln, die zur Hochschule passen. Entweder Firmen, die mit der Hochschule zusammenarbeiten. Oder Ausgründungen aus der Hochschule.

Dabei hätten sich die Firmen Lauterbach und Partner, Thinxx und Comlet „sehr gut“ entwickelt, betont Braun. So habe Lauterbach schon jetzt die Mitarbeiterzahl erreicht, die für 2020 geplant gewesen sei. Vom bei der Stadt-Umland-Strategie angedachten Gründerzentrum (wir berichteten) erhofft sich die Stadt weitere Impulse. „Wir stellen 2000 Quadratmeter für Start-up-Firmen bereit“, sagt Pirmann. Über ein Entwicklungszentrum an der Hochschule entscheide der Wissenschaftsrat in Berlin, berichtet Pirmann. Das liege außerhalb des städtischen Einflusses. „Das würde die Hochschule weiter aufwerten.“ In der Hochschule waren Ende des vergangenen Jahres 307 Mitarbeiter beschäftigt.

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