Sie sind hier: HomeLokalesHomburgHomburg

Größter Tausendfüßer ist Fossil des Jahres 2015



Reden
Größter Tausendfüßer ist Fossil des Jahres 2015
Von Ruth Fehr, 13.12.2014 00:00
Klicken Sie auf das Bild, um eine größere Ansicht zu erhalten.

Dieser Abdruck des Fossils wurde 1935 in der Grube Maybach gefunden. Foto: Senckenberg/Tränkner Foto: Senckenberg/Tränkner
Fossilien zeigen die Entwicklung des Lebens auf der Erde. Sie liefern Hinweise auf drastische Veränderungen der Lebensbedingungen. So auch Arthropleura armata, der größte bekannte Tausendfüßer der Erdgeschichte.
Ein 2,50 Meter langer Tausendfüßer streift durch die Wälder. Was phantastisch klingt, war vor 330 bis 290 Millionen Jahren Wirklichkeit. Damals lebte der größte Gliederfüßer, den Forscher bislang entdeckt haben. Arthropleura armata wurde gestern im Redener Zentrum für Biodokumenation (ZfB) zum Fossil des Jahres 2015 gekürt.

„Wir haben hier das größte zusammenhängende Exemplar“, sagt Professor Michael Gudo von der Paläontologischen Gesellschaft. Der Abdruck des 90 Zentimeter langen Fossils ist im ZfB zu sehen. Allerdings fehlen Kopf und hinteres Ende des Arthropleura, in seiner gesamten Größe umfasste er einst etwa einen Meter. Somit handelt es sich zwar um das vollständigste Fossil, aber zugleich um eines der kleineren Exemplare, die man in Europa und Nordamerika entdeckt hatte. „Es war ein Zufallsfund beim Kohlebergbau“, sagt Gudo. 1935 tauchte der Abdruck des Tieres, das vermutlich vor 307 Millionen Jahren lebte, in der Grube Maybach bei Friedrichsthal auf.

Über die Biologie der Gattung wisse man wenig, erklärt Professor Joachim Reitner, Präsident der Paläontologischen Gesellschaft. Arthropleura armata lebte an Land und ernährte sich vermutlich von kleineren Reptilien. Doch wieso war er so groß? „Zu dieser Zeit lag der Anteil von Sauerstoff in der Luft bei etwa 30 Prozent“, erläutert Reitner. Das begünstige das Wachstum. „In Folge eines großen Klimawandels ist Arthropleura armata dann ausgestorben.“
Teilen und diskutieren

Kommentieren Sie diesen Beitrag über Facebook, Twitter oder Google+:

FACEBOOK
GOOGLE+
TWITTER



Homburg

Über die Lebensumstände der Guarani-Indianer

Der Verein „miteinander – füreinander“, der in der Saarbrücker Straße in Homburg den Eine-Welt-Laden betreibt und seit Jahrzehnten förderwürdige Entwicklungsprojekte rund um den ... Mehr
Homburg

Eindrucksvolles Kammerstück

Als 1985 der autobiografische Roman „Herbstmilch“ der Bäuerin Anna Wimschneider erschien, war das Buch ein echter Überraschungserfolg. Mehr
Homburg

Ministerpräsidentin will Pflege stärken

Wer beim Neujahrsempfang am Uniklinikum noch gefehlt hat, war der Musiker Bob Dylan. Nachdem der Kaufmännische Direkor Ulrich Kerle ihn in seiner Rede öfter erwähnt hatte, wünschte man sich ... Mehr


Anzeige






ANZEIGE
Beilagen






Anzeige