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Eine weitere Kindertagesstätte kommt



Homburg
Eine weitere Kindertagesstätte kommt
Von VChristine Maack, 18.05.2017 02:00
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So soll der Neubau für die Kindertagesstätte aussehen, der auf dem Eckgrundstück Cappelalle/Warburgring/Von Behringstraße errichtet wird. Wichtig war für das Homburger Architektenbüro, den Straßenlärm draußen zu halten und die Sonne in den Innenhof zu holen. Foto: Architekturbüro a + 4 /Roland Damm

Im Bereich der Birkensiedlung baut die Awo nun schon die dritte Kita. Die Nachfrage nach Plätzen ist groß, vor allem von Klinikmitarbeitern.

Es gibt Stadtteile, die älter werden und solche, die wachsen. Das Areal um die Birkensiedlung und um das Uniklinikum ist offensichtlich ein Bereich, in dem es gar nicht genug Einrichtungen für Kinder geben kann. Zwei Kitas gibt es am Warburgring bereits, nun kommt auf dem Eckgrundstück Cappellallee/Warburgring/Von Behringstraße eine dritte hinzu. Am Freitag wird der Vertrag mit allen Kooperationspartnern unterzeichnet, darunter die Stadt Homburg, der Saarpfalz-Kreis, das Land, das eine ordentliche Zuwendung schickte, und das Uniklinikum.

Träger der neuen Kindertagesstätte wird die Arbeiterwohlfahrt, kurz Awo genannt, die auch schon die beiden bereits bestehenden Birkensiedlungs-Kitas betreibt. Der Name der neuen Einrichtung lautet „Awo-Kindertagesstätte am Universitätsklinikum“. Geplant sind 50 Kita-Plätze und 22 Krippenplätze, die Gesamtkosten sind auf etwas über zweieinhalb Millionen Euro kalkuliert. Den Löwenanteil geben die Stadt und der Kreis dazu, aber auch das Land beteiligte sich mit einem Sonderzuschuss und mit Geld aus dem Topf der Bildungsinvestition Saar.

„Wir hoffen, dass wir im Herbst 2018 mit dem Bau fertig sind“, sagt Peter Barrois, Direktor des sozialpädagogischen Netzwerks der Awo. Zunächst müssten Aufträge erteilt und Genehmigungen eingeholt werden, „so dass der Baubeginn nicht vor September stattfinden kann.“ Dann müsste man sehen, wie der Winter werde, „ob wir da arbeiten können.“ Realistisch sei der Einzug für Ende 2018, „im September 2108 wäre ideal, aber ich will mich da nicht genau festlegen,“ so Barrois.

Der Entwurf stammt von dem Homburger Architekturbüro A+4, dessen Mitarbeiter schon mehrere Kindertagesstätten in Homburg gebaut haben, darunter Kirrberg, St. Andreas, St. Fronleichnam und Jägersburg.

„Wir bemühen uns, allen Kitas ihren eigenen Charme zu geben, die Kinder sollen ihre Kita wiedererkennen. Wir entwerfen deshalb jedes Gebäude anders und fragen dabei auch immer die Mitarbeiter, was sie gerne hätten,“ betont einer der Geschäftsführer, der Architekt Roland Damm. Im Fall der neuen Kita war die Lage des Grundstücks für den Entwurf ausschlaggebend: „Das Gebäude muss in erster Linie den Straßenlärm abhalten. Deshalb haben wir einen Winkelbau geplant, bei dem wir die Vorderseite quasi als Lärmschutzwall benutzen. Ganz wichtig war bei der Planung auch der Verlauf der Sonne. Durch den Winkel entsteht ein sonniger, ruhiger Innenhof für die Kinder.“

Während sich viele Kitas gerne Phantasienamen geben, bleibt die Bezeichnung „Awo Kindertagesstätte am Universitätsklinikum“ doch recht nüchtern.

Aber das hat seine Gründe: „Die Nähe zum Uniklinikum ist uns wichtig“, betont Eva Szalontai von der Awo, „denn wir haben mit dem Klinikum einige wichtige Vereinbarungen getroffen.“ Die sehen so aus, dass von den 50 geplanten Kita-Plätzen etwa 16 Plätze für Mitarbeiter des Uniklinikums bestimmt sind. Weitere sieben Plätze, und das ist Neuland für die Awo-Kitas, sollen Kindern mit chronischen Erkrankungen vorbehalten sein. „Hierbei hat uns das Uniklinikum bei fachlichen Fragen Hilfe zugesichert“, betont Eva Szalontai. Mit diesem Konzept wolle die Awo neue Wege gehen, „wir müssen aber erst sehen, wie das im Detail läuft und wie wir das organisieren“.

Die Awo-Kitas und das Uniklinikum haben lange Erfahrung in der gemeinsamen Arbeit, denn bevor die Einrichtung „Fleximedkids“ auf dem Campus des Uniklinikums entstand, haben die Awo-Kitas den Eltern aus dem Klinikum mit flexiblen Betreuungs-Angeboten unter die Arme gegriffen, als das noch nirgendwo sonst üblich war.

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