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25.08.2010 18:10

Bernhard Hoëcker zu Gast in Zweibrücker Festhalle

m 26. November wird Komiker Bernhard Hoëcker mit seinem Soloprogramm „Wikihoëcker“ in der Zweibrücker Festhalle zu Gast sein. Im Vorfeld verrät er im Gespräch mit Merkur-Redaktionsmitglied Svenja Kissel, was das Publikum erwartet.

Sie sind vielen vor allem durch die Fernsehformate „Switch“ oder „Genial daneben“ bekannt. Wie lange gehen Sie nun schon auf Solo-Tour?

Bernhard Hoëcker: Solo stehe ich nun seit neun Jahren auf der Bühne, aber in Gruppen bereits seit ich 20 Jahre alt bin. Zum Beispiel als Jongleur auf Kindergeburtstagen oder mit der Kleinkunstgruppe "Comedy Crocodiles".

Was erwartet das Publikum auf Ihrer WikiHoëcker Tour?

Hoëcker: Die Menschen erwartet zwei Stunden Bernhard Hoëcker live, der auf der Bühne - in Interaktion mit dem Publikum - vieles aus seinem eigenen Wikigehirn preis gibt.

Sie gelten als wandelndes Lexikon, für nützliches sowie unnützes Wissen. Wie eignen sie sich dieses an und wie passt das alles in Ihren Kopf?

Hoëcker:
Ich bin einfach ein sehr neugieriger Mensch. Ich lese sehr viel. Und von allem was ich lese, bleibt dann ein Stückchen hängen. Ich versuche es mal an einem Beispiel klar zu machen: Es ist wie mit Legosteinen. Wenn man an einen Stein, einen zweiten anbaut, dann hat man wieder Platz für weitere Legosteine und so wird das Gebilde immer größer. So kommt es mir mit demWissen auch vor. Mit jedem Wissensfitzel schaffe ich einen Andockplatz für weiteres Wissen. Es hat bei mir vor allem mit Neugier zu tun, fleißig war ich nie.

Wie kommt man eigentlich auf die Idee, Komiker zu werden?

Hoëcker: Puh, so ganz genau weiß ich das nicht. Ich glaube ich habe mit meinen humoristischen Fähigkeiten Menschen eher begeistern können, als durch mein Studium der Volkswirtschaftslehre. Es hat mir immer schon Spaß gemacht, aber man plant so etwas ja nicht, es ergibt sich einfach.

Ich kann mir vorstellen, dass es schwieriger ist, Menschen zum Lachen zu bringen, als mancher vielleicht denkt. Wie viel Arbeit steckt hinter dem was sie tun?

Hoëcker: Ich finde es eigentlich, wenn ich dabei bin, überhaupt gar nicht so schwer, Menschen zum Lachen zu bringen. Man kann gerade auf der Bühne ja vieles sehr spontan und durch Improvisation machen. Wenn man aber hinter dem Schreibtisch sitzt und schreibt und denkt und wieder schreibt und die Texte dann lernt, dann ist diese Arbeit natürlich nicht so einfach.

Was haben Sie gemacht, bevor Sie Komiker wurden?


Hoëcker: Ich habe für drei Jahre Volkswirtschaftslehre studiert, habe das Studium aber abgebrochen. Ich hab irgendwann Anfragen zum Beispiel für Firmenauftritte bekommen. Irgendwann lief dann parallel zum Studium irgendwann "Switch", ich war sehr viel unterwegs. Da ging es nicht mehr.

Ist es schon vorgekommen, dass Ihr Publikum etwas nicht zum Lachen fand?

Hoëcker: Natürlich ist es schon vorgekommen, dass Menschen nicht gelacht haben, wenn man es eigentlich erwartet hat. Und es kommt immer wieder vor.

Verunsichert so etwas?

Hoëcker:
Klar verunsichert so etwas. Früher vielleicht mehr als heute, aber dennoch immer wieder, und mit der Zeit auch immer wieder, aber eben auch weniger.

Sie sind Komiker, Moderator, Schauspieler, daneben schreiben Sie Bücher und gehen auf Tour. Bleibt da noch Zeit für Freizeit und Familie?

Hoëcker: Wenig! Die Freizeit muss genauso geplant werden, wie Termine. Ich habe in meinem Kalender verschiedene Farben für verschiedene Bereiche. Zum Beispiel eine für Bühnentermine, eine andere für Fernsehauftritte und so gibt es eben auch eine Farbe für private Termine. Auch wenn man frei hat, muss das nicht heißen, dass man wirklich frei hat. Wenn jemand anruft und einen Auftritt anfragt und man sagt, ich hab schon einen Termin, dann ist das einfach. Aber wenn jemand anruft, und ich sage, dass ich frei eingetragen habe, ist das weniger schön. Aber dennoch ist es nötig und wichtig, dass man das macht und Freiräume schafft.

Sie sind ein Star Trek Fan? Sie haben zusammen mit dem Professor der Fachhochschule in Zweibrücken, Hubert Zitt, in dem Fan-Film „Beam me up - die großeStar Trek show“ gespielt? Wie kam es dazu?


Hoëcker: Ich bin ein großer Star Trek Fan, ich habe alle Folgen gesehen. Scheinbar wissen das noch mehr Leute. Als die Idee zu dem Film aufkam und die Frage, wer mitmachen könnte, kam man irgendwie auch auf mich. Hubert Zitt habe ich allerdings nie persönlich kennengelernt, er hatte einen anderen Drehtag. Erst als der Film fertig war, habe ich ihn bei den Einspielungen gesehen.

Stehen Sie lieber auf der Bühne oder vor der Kamera?

Hoëcker: Am allerliebsten mache ich beides. Auf der Bühne ist die Interaktion mit dem Publikum das spannende. Vor der Kamera hat man aber sehr viel mehr Möglichkeiten und es sehen einem viel mehr Menschen zu. Außerdem arbeitet man mit einem kompletten Team von der Maske angefangen, über Texter, Kameraleute bis hin zu den Kollegen. Gerade bei „Genial daneben“ sind es ja immer andere Kollegen. Zudem kann man beim Fernsehen beispielsweise so lange an der Maske und an Sketchen arbeiten, bis sie perfekt sind, auf der Bühne geht das nicht. Hier bleiben Versprecher eben Versprecher.




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