In Walshausen knallen Sektkorken
Wer arbeitet, soll auch feiern. Dieses Motto gilt auch in Walshausen . Besonders nach der guten Resonanz auf die Merkur-Fotoaktion. So wurde anschließend noch lange bei Sekt und anderen Getränken zusammengestanden und geplauscht.
Von Merkur-Mitarbeiter Norbert Rech
Foto: JacobiWalshausen. Wenn in Walshausen etwas los ist, dann ist fast das ganze Dorf auf den Beinen. Die Menschen in der Gemeinde stehen zusammen – ob bei Arbeitseinsätzen oder wenn es gilt, zünftig zu feiern. Selbstverständlich wollten die meisten im Ort nicht fehlen, wenn Merkur-Fotograf Jörg Jacobi ein Bild von den Einwohnern der Gemeinde macht. An diesem Samstagnachmittag strahlt die Sonne. Es ist ein herrlicher Frühlingstag, als das Merkur-Team an Dorfgemeinschaftshaus eintrifft. Dort wartet bereits Ortsbürgermeister Gunther Veith, der für die Teilnehmer der Aktion „Unser Dorf hat viele Gesichter“ eine kleine Überraschung vorbereitet hat.
Als Steffi Maurer ihren Tisch aufgebaut hat, strömen bereits die ersten Walshauser auf den Platz und füllen begeistert die Gewinnkarten aus. „Eine super Idee“, lobt Veith. Ein Foto von allen Menschen im Dorf habe es nach seiner Erinnerung in Walshausen noch nicht gegeben. Er sei überzeugt, dass sehr viele Leute mitmachen werden: „Wenn es darauf ankommt, sind die Walshauser da.“ Die Dorfgemeinschaft sei intakt, was der Zusammenhalt im Dorf beweise. In den Vereinen sei es, wie in anderen Orten: „Es gibt welche, die engagieren sich – andere wollen lieber ihre Ruhe haben.“ Das sei auch völlig normal. Die Menschen wohnten gerne in Walshausen . Besonders junge Familien würden den ruhigen Ort bevorzugen, wo die Kinder noch unbekümmert spielen könnten. „Unser Ort hat sich von der Landwirtschaft zum Wohn- und Wohlfühldorf gewandelt“, erklärt der Ortsbürgermeister. In Walshausen sei noch die Ruhe in ländlicher Bescheidenheit zu finden. Außerdem gebe es hier eine Bäckerei und eine Metzgerei. Die Menschen könnten sich in idyllische Ecken zu einem lockeren Plausch zurückziehen. Ein Vorteil sei auch der nahe Autobahnanschluss, der ein Leben auf dem Lande ermögliche und gleichzeitig auch die Garantie biete, die Städte schnell erreichen zu können.
Im Ort gebe es noch viel zu tun. An erster Stelle stehe die Renovierung des Dorfgemeinschaftshauses. Nach 25 Jahren ist das Gebäude jetzt stark sanierungsbedürftig. Die Weichen für die Generalsanierung seien bereits gestellt. Sogar Geld aus Mainz hat Walshausen dafür bekommen. Was aber noch dieses Jahr unbedingt angepackt werden müsse, das sei das Erneuern des Kinderspielplatzes, der am Ende der Kanalstraße liegt.
Der Spielplatz in der Weihersbach sei in die Jahre gekommen, müsse jetzt dringend überarbeitet werden. Am Ende des Weihertals, dort wo auch die schmucke Grillhütte steht, könnte eine Kneippanlage entstehen. „Die Grundvoraussetzungen jedenfalls sind vorhanden. Wir haben eine sprudelnde Quelle und gemeindeeignes Gelände. Was hindert uns, hier etwas für die Bürger und Gäste zu schaffen?“
Inzwischen sind 58 Walshauser vor dem Dorfgemeinschaftshaus versammelt. Im Nu ist auch das gemeinsame Foto gemacht. Anschließend überrascht Veith die Teilnehmer zur Belohnung mit Erfrischungsgetränken und Sekt. Zum Feiern gebe es im Dorf eigentlich immer etwas, sagt Veith – etwa die gute Resonanz auf die Merkur-Aktion.

