Landjugend kam mit Traktor zum Fototermin

Mit 110 Teilnehmern bewiesen die Dietrichinger, dass die Gemeinschaft in ihrem Ort völlig intakt ist. Die Menschen schätzen an ihrem Heimatdorf vor allem die Natur und das rege Vereinsleben.

Von Merkur-Mitarbeiter Norbert Rech

 Foto: Jacobi

Dietrichingen. Gleich zwei Großereignisse innerhalb weniger Tage. Zum einen steht das in der Region beliebte Scheunenfest der Zweibrücker Landjugend vor der Tür. Zum anderen hat der Pfälzische Merkur die Dietrichinger zum Fototermin eingeladen. Natürlich wollen die Dietrichinger möglichst viele Einwohner auf dem Bild zusammenbringen. Schließlich gibt es für die Gemeinde auch einen Geldbetrag zu gewinnen, wenn sie unter die drei Dörfer mit den meisten Teilnehmern kommen sollte. Kurz vor 14 Uhr ist dann auch der Platz vor dem Dorfbrunnen schon gut gefüllt. Auch die Gewinnkarten, die von Katharina Ellrich fleißig verteilt werden, finden reißenden Absatz.

Ortsbürgermeister Gerd Zahler freut sich riesig, dass so viele an der Merkur -Aktion teilnehmen. „Die Dorfgemeinschaft in Dietrichingen ist völlig intakt“, stellt er fest. Wenn etwas los ist oder es etwas zu arbeiten gibt, seien immer genügend Leute da. „Auf Grund unserer finanziellen Lage kann sich die Gemeinde keine großen Sprünge leisten und ist auf ehrenamtliche Helfer angewiesen“, macht Zahler deutlich, dass er auf dieses Engagement auch keinesfalls verzichten kann. Die Gemeinde könne die Projekte nur gemeinsam stemmen. Auch die Zusammenarbeit der Vereine im Ort funktioniere hervorragend.

Jetzt kommt etwas Aufregung auf. Die Landjugend, die das Festzelt aufbaut, kommt mit ihrem Traktor auf den Platz gefahren. Auch andere Dietrichinger strömen noch in die Dorfmitte.

Horst Gab ist auf die zahlreichen Plakate auf die Aktion aufmerksam geworden: „Eine super Idee. Ich bin mal gespannt, wie viele Leute es am Ende sein werden “ Einen Abzug werde er sich auf alle Fälle bestellen, damit er ihn seinen Freunden und Bekannten aus anderen Orten zeigen kann. Gab lebt gerne in seinem beschaulichen Dorf: „Hier hat man seine Ruhe hat und kann abseits von Hektik und Trubel wohnen.“

„Wir haben hier eine wunderschöne Natur, die zum Wandern einlädt“, ergänzt Zahler. Die Wanderwege erstreckten sich von der Südwestpfalz bis nach Lothringen. Dazu gebe es auch die Möglichkeit, in einer Gaststätte einzukehren. Die Menschen fänden hier Erholung pur. „Dabei denke ich an das Naturschutzgebiet Monbijou mit seinen Orchideen“, nennt der Ortsbürgermeister ein Beispiel. Leider gebe es leider keine Einkaufsmöglichkeiten im Ort. Der Supermarkt in Hornbach sei aber gut zu erreichen. Außerdem sei die Anbindung nach Zweibrücken hervorragend. Im Dorf gebe es Vereine, die für ein abwechslungsreiches Freizeitangebot sorgen. „Ich denke dabei an den Fischerverein, die Landfrauen und den Freizeitclub“, zählt er die Wichtigsten auf. Um die Senioren kümmere sich die Lebensabendbewegung. Ein Mal im Monat werde im Dorfgemeinschaftshaus ein Gottesdienst abgehalten. Neubürger würden in Dietrichingen schnell integriert. Auch hier leisteten die Vereine einen unverzichtbaren Beitrag.

Inzwischen haben sich 110 Dietrichinger auf dem Platz versammelt. Einige Kinder spielen an dem kleinen Karussell. Nach einer kurzen Wartezeit geht es dann los. Merkur -Fotograf Jörg Jacobi hat keine Mühe, die Menschen ins rechte Licht zu rücken, so dass das Bild im Nu gemacht ist.

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