Ein Dorf wächst über sich hinaus

Wenn es gilt – dann gilt's. Nach Auffassung von Ortsbürgermeister Helmut Tiedtke ist Mauschbach bei großen Veranstaltungen immer über sich hinaus gewachsen. Das habe auch die rege Teilnahme an der Merkur-Fotoaktion gezeigt.

Von Merkur-Mitarbeiter Norbert Rech

 Foto: Jacobi

Mauschbach. Wenn in Mauschbach etwas los ist, dann ist fast die gesamte Gemeinde auf den Beinen. Das zeigten die Einwohner des Dorfes auch bei der Merkur-Fotoaktion. Sage und schreibe 76 Menschen strömten zum Grillplatz, der für das richtige Ambiente für ein gemeinsames Bild wie geschaffen ist. Als das Merkur-Team ankommt, sind bereits zahlreiche Mauschbacher dort versammelt. Ortsbürgermeister Helmut Tietke strahlt über das ganze Gesicht. Die Resonanz der Einwohner sei hervorragend. „Eine Gemeinde ist vergleichbar mit einem Verein. Es gibt aktive und passive Mitglieder“, so Tietke. Es gebe Menschen, die lebten in einer Gemeinde, andere wohnten nur. „Jeder wie er mag. Doch wenn es gilt – gilt's! Bei größeren Veranstaltungen ist unser Dorf stets über sich hinaus gewachsen“, lobt der Ortsbürgermeister seine Mitbürger. Auch die Beteiligung an der Aktion „Unser Ort hat viele Gesichter“ sei beispielhaft.

Die Menschen lebten gerne in dem Ort. Mauschbach sei „klein aber fein“. „Wir haben Bauplätze für Schnäppchenjäger in einer wunderschönen Idylle“, wirbt Tiedtke. Das Dorf sei eine Steueroase für Grundstücksbesitzer und Hundehalter. Im Ort werde für jedes neugeborene Kind ein Obstbaum gepflanzt. „Bei uns malt kein Kind eine lila Kuh und auch die jungen Alten werden nicht vergessen“, macht der Bürgermeister deutlich, dass für alle Generationen in Mauschbach etwas angeboten werde. Im Dorf gebe es noch Milch vom Erzeuger und Eier von glücklichen Hühnern.

Inzwischen ist auch Leo Scherer gekommen, der in Kürze wieder zu einer Wanderung auf dem Jakobsweg aufbrechen möchte. Die Wanderung, die irgendwann in Santiago de Compostela enden soll, ist für den gehbehinderten Mann ein Traum. Vorher wollte er allerdings auf jeden Fall noch beim Fototermin vorbeikommen. „Ein Bild mit den anderen Mauschbachern ist doch eine schöne Erinnerung“, findet der 49-Jährige. Im letzten Jahr sei er vom Pech verfolgt gewesen und habe sich kurz vor dem Start der jährlichen Wanderung verletzt. In diesem Sommer hofft Scherer, seinem Traum wieder ein Stück näher zu kommen. Auch Kerstin Frary freut sich auf das Merkur-Foto. „Mein schönstes Bild ist das von meiner Hochzeit“, sagt sie. Das heutige werde sie sich aber auch gut aufheben und ihren Freunden und Bekannten zeigen. Die Frau, die vor 20 Jahren aus Zweibrücken nach Mauschbach gezogen ist, liebt in dem Ort vor allem den Gemeinschaftssinn: „Die Menschen halten zusammen.“

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