Doch die Verantwortlichen geben nicht auf. Seit 2005 versucht die Gesellschaft, private Investoren und Betreiber zu finden - bisher vergeblich. Daher wurde die Projektgesellschaft, die eigentlich auf vier Jahre angelegt war, im Jahresrhythmus verlängert. "Die Schwierigkeit liegt vor allem darin, dass potenzielle Investoren relativ wenige Freiheiten haben. Der Stiftungsverwalter von Hundertwasser legt großen Wert darauf, dass die Bauwerke authentisch sind. Es gibt mit Heinz Springmann auch nur einen autorisierten Architekten, mit dem ein solches Projekt umzusetzen ist, mit der Stiftung muss zudem alles eng abgestimmt werden", erklärt Klein. Auch eine europaweite Ausschreibung des Projektes 2008 brachte kein Ergebnis.
Mittlerweile kann die Gesellschaft einem Investor zumindest etwas mehr Individualität versprechen: Wegen der Modulbauweise ist die Größe des Hotels variabel. "Dinge wie die Außenfassade sind natürlich nicht verhandelbar, das muss hundertwasser-spezifisch sein. Aber Pläne und Grundstücke in den Saarauen sind vorhanden", sagt Felix Emanuel, Baudezernent der Stadt.
Derzeit verhandelt die Projektgesellschaft wieder mit einem Investor. Über die Chancen will Heinz-Peter Klein nichts sagen. "Wir waren bei vorigen Kandidaten schon mal euphorisch und dann klappte es doch nicht, es ging schon hin und her. Daher betrachten wir das mittlerweile eher nüchtern", sagt Klein.
Die Möglichkeit, nur Teile des Parks zu realisieren, fällt indes weg: Im Vertrag ist klar geregelt, dass alle Objekte gleichzeitig und als Ganzes gebaut werden müssen. "Das Projekt macht auch nur mit einem Hotel Sinn, die ganze touristische Komponente hängt daran", weiß Klein. Aber auch: "Die anderen Teile des Parks wären relativ leicht zu realisieren. Es hängt wirklich nur am Hotel."
Eine hohe Hürde, doch die Verantwortlichen wollen sie letztlich doch überspringen. Auch wenn es noch länger dauert. Heinz-Peter Klein erklärt mit einem Satz, warum: "Dieses Projekt lohnt sich einfach, davon ist hier jeder überzeugt."
Meinung
Hartnäckigkeit zahlt sich aus
Von SZ-MitarbeiterSascha Sprenger
Hundertwasser zieht an. Es dürfte klar sein, dass der geplante Park vor allem aus touristischer Sicht zu einer Erfolgsgeschichte werden wird - wenn er denn gebaut werden kann. Doch genau aus diesem Grund muss die Projektgesellschaft hartnäckig bleiben. Auch wenn es weitere Rückschläge gibt. Da die Gesellschaft kein Geld verschlingt, besteht keine Zeitnot - vor allem, wenn man bedenkt, dass Projekte wie die Therme in Rilchingen-Hanweiler oder der Center-Park am Bostalsee weit längere Vorlaufzeiten hatten. Es lohnt sich, auf einen Park zu warten, der das Saarland ohne Frage attraktiver machen wird.




































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