Seit 10. Januar befindet sich Saarlouis in der Vorbereitung auf die verbleibenden 20 Spiele, in denen sich die HG so stark präsentieren will wie in den bisherigen 18. „Wir haben in den ersten drei Wochen viel für Kraft und Ausdauer getan, weniger für das Handballerische. Eine so lange Saison verlangt das einfach“, sagt Gulbicki, der seine Spieler in Lauf-, „Spinning“- und Schwimm-Einheiten fit gedrillt hat. Er ergänzt: „Um das Technische mache ich mir keine Sorgen, wir sind schließlich eine eingespielte Mannschaft und haben keine neuen Spieler dazu bekommen.“ Dass sich Saarlouis nicht verstärkt hat, liegt vor allem an einer Entscheidung von Mannschaftsarzt Wolfgang Schneider und Physiotherapeut Klaus König. Sie haben keinen Einfluss auf die Transferpolitik. Allerdings haben sie dazu geraten, den an einem instabilen Knie laborierenden Jonathan Julvécourt nicht zu operieren. Durch die konservative Behandlung seiner Verletzung fällt der Rückraumspieler nicht länger aus – wie bei einer Operation. „Er wird spielen können. Ob er von Anfang an spielen kann, wird sich noch zeigen“, sagt Gulbicki, der den Franzosen im letzten Testspiel (26:31 gegen Erstligist TV Hüttenberg) schonte.
Auch Daniel Fontaine durfte pausieren. Der Top-Feldtorschütze der HG (103 Treffer) musste eine Erkältung auskurieren, ist gegen Emsdetten aber dabei. Wie lange er über diese Saison hinaus noch bei der HG Saarlouis sein wird, ist offen. Der von mehreren Erstligisten umworbene Polizeikommissar-Anwärter muss sich entscheiden, ob er schon vor oder erst nach dem Ende seiner Ausbildung bei der Polizei im Frühjahr 2013 in die „stärkste Liga der Welt“ wechseln wird. Welche Vereine ihn wollen, verrät Fontaine nicht. Dass er den Schritt in die Bundesliga wagen wird, scheint klar zu sein. Genauso klar wie die Tatsache, dass Gulbicki kommende Saison als HG-Trainer aufhören wird (wir berichteten). Verhandlungen mit Nachfolgern laufen. Namen nennt die HG nicht. „Das Gros der Mannschaft hat meine Entscheidung nicht gerade positiv aufgenommen. Allerdings sind die Jungs professionell genug, dementsprechend wird das bald kein Thema mehr sein“, erklärt Gulbicki und richtet den Blick auf das Sportliche: „Wir müssen jetzt versuchen, den Vorteil von zwei Heimspielen in Folge zu nutzen und uns eine gewisse Ruhe zu verschaffen. Unser Saisonziel ist nach wie vor der Klassenverbleib.“




































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