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Hermeskeil/Wadern

Diskussion um Krankenhaus-Standorte im Hochwald ist neu entbrannt

Von Christian Beckinger (SZ) und Axel Munsteiner (TV)

Der Stadtbürgermeister von Hermeskeil will erfahren haben, dass die vier Hochwald-Kliniken in einem zentralen Neubau in Wadern zusammengefasst werden. Die Träger betonen: Noch ist nichts entschieden. (Veröffentlicht am 09.02.2012)

Hermeskeil/Wadern. Die Diskussion über eine mögliche Zusammenlegung der vier Krankenhaus-Standorte im Hochwald ist neu entbrannt. Auslöser hierfür sind Äußerungen des Hermeskeiler Stadtbürgermuster Udo Moser gegenüber dem Trierischen Volksfreund (TV) am Mittwoch. Ihm sei zu Ohren gekommen, dass die Träger am Standort Wadern eine neue Klinik bauen wollen, sagte Moser. Für ihn sei das eine „relativ gefährliche Entwicklung“. Denn die Hermeskeiler Klinik (die zur Marienhaus GmbH gehört) wäre bei der Zentralisierung der Standorte Wadern und Losheim/Weiskirchen (unter Trägerschaft der Marienhaus GmbH) sowie Lebach und Illingen (Cusanus-Trägergesellschaft Trier, CTT) zwar nicht direkt betroffen. Aber Stadtbürgermeister Moser befürchtet eine „Abstimmung mit den Füßen“, sollte im nur rund 20 Kilometer entfernten Wadern ein Neubau mit Fachabteilungen entstehen, die es in Hermeskeil nicht gibt. Ob dies tatsächlich so kommen wird, ist noch unklar. Heribert Frieling, Sprecher der Marienhaus GmbH, hat am Mittwoch gegenüber dem Trierischen Volksfreund bestätigt, dass es Überlegungen gebe, „die saarländischen Standorte zusammenzubinden und dass dabei auch ein Klinikneubau in der Diskussion ist“. Durch die politischen Ereignisse im Saarland – dort wird am 25. März eine neue Regierung gewählt – würden diese Pläne aber vorerst auf Eis liegen, sagte Frieling. Ob der Krankenhaus-Neubau in Wadern errichtet werden soll, ließ Frieling offen. „Das ist noch nicht entschieden.“

Ähnlich äußerte sich auch der Losheimer Bürgermeister Lothar Christ (SPD). Dass es bei den beiden Trägergesellschaften Überlegungen gebe, die vier Krankenhäuser im Hochwald an einem Platz zusammenzufassen, sei nichts Neues. Allerdings benötigen die Träger hierfür einen Landeszuschuss in „zweistelliger Millionenhöhe“, wie Christ sagte. Dem Vernehmen nach soll es um einen Betrag von 30 Millionen Euro gehen, bei geschätzten Gesamtkosten für einen Klinik-Neubau von über 60 Millionen Euro. Aufgrund der derzeitigen politischen Situation im Saarland werde aber „bis zum Frühsommer gar nichts passieren“, meinte Christ. Auch sei noch völlig unklar, an welchem Standort ein möglicher Neubau verwirklicht werde. Aufgrund der Verkehrsanbindung und der geografischen Lage könnte dafür auch Lebach in Betracht kommen. Er habe zusammen mit dem Waderner Bürgermeister Fredi Dewald (SPD) in einem Gespräch gegenüber der Marienhaus GmbH deutlich gemacht, dass es in jedem Fall ein klares Betreiberkonzept für die vier bisherigen Standorte geben müsse.

„Damit muss gewährleistet sein, dass es auch im Falle eines Neubaus an den bisherigen Standorten keinen Leerstand gibt“, unterstrich Christ. Auch gegenüber der Landesebene hätten er und Dewald deutlich signalisiert, dass sie in sämtliche weiteren Entscheidungen und Gespräche unbedingt eingebunden werden müssen. Bis hier endgültige Entscheidungen feststünden, werde es sicher 2013 sein, meinte Lothar Christ: „Da ist eine ganze Reihe von Fragen noch offen.“

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