Tatort Saarland – auch das kleinste Flächenbundesland Deutschlands ist nicht vor Kriminellen gefeit. Wir fassen einmal wöchentlich die aufsehenerregendsten, komischsten und berührendsten Fälle zusammen. Der absolute Höhepunkt der Skurrilität war diese Woche zweifellos der Nasenbohrer aus Nohfelden. Doch auch andernorts ereigneten sich Dinge, die die Beamten den Kopf schütteln ließen.
(Veröffentlicht am 03.02.2012)
Saarbrücken. Die Polizei gilt ja gemeinhin als „Freund und Helfer“. Dass das nicht für alle Lebenslagen zutrifft, musste ein 27-Jähriger Nohfelder erfahren. Mehrmals wählte er die Notrufnummer und bat um Hilfe. Der Grund: „Ich habe mir beim Nasebohren einen Popel zu weit in die Nase gedrückt. Jetzt bekomme ich kaum noch Luft.“ Weil er mit seinem Anliegen so hartnäckig die Leitung blockierte, stand schließlich die Polizei vor seiner Tür. Der Nasenbohrer hatte sich zwischenzeitlich mit einem Kabelbinder selbst geholfen, weshalb die Beamten ihre Polizeimeldung lakonisch mit der Anmerkung „Der benutzte Kabelbinder blieb bis auf kleinere Blutanhaftungen unbeschädigt“ beendeten.
(Nohfelden, 27.01.2012)
Es gibt diese Tage, an denen man den unbändigen Drang verspürt, etwas zu tun. Das mag für die Umwelt nicht immer nachvollziehbar sein, doch manchmal muss ein Mann eben tun, was ein Mann tun muss. Und sei es, die Gullydeckel auf dem Hoyerswerda-Platz in Dillingen herauszuheben, die darunter liegenden Schmutzfangkörbe auf die Parkfläche auszuschütten und dann wieder alles ordentlich zu verschließen. So hat es zumindest ein 51-jähriger Dillinger gemacht.
(Dillingen, 29.01.2012)
Dass man nicht immer blind auf die Technik vertrauen sollte, zeigt der Fall eines 51 Jahre alten Lkw-Fahrers aus Saarlouis. In vollem Vertrauen auf sein Navi befuhr er in der Nacht zum Freitag die Uferstraße in Dillingen. Was ihm das Navi jedoch verschwieg: Die dortige Eisenbahnbrücke war eindeutig zu niedrig für seinen Lkw, weshalb der Mann mit seinem Wagen unter der Brücke steckenblieb.
(Dillingen, 26.01.2012)