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Schmelz

Zeichen der Zuversicht bei Schlecker

„Wir wollen möglichst viele Arbeitsplätze erhalten.“ Das versprach Margit Fink, Mitarbeiterin bei Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz, den Beschäftigten der Drogeriemarkt-Kette. (Veröffentlicht am 01.02.2012)

Dunkle Wolken hängen über der Zentrale der Drogeriemarktkette Schlecker in Ehingen.Foto: Tobias Kleinschmidt (dpa)

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Schmelz. „Sie haben uns ein wenig von unserer Angst nehmen können.“ Astrid Klein, Betriebsratsvorsitzende der Drogeriekette Schlecker im Bereich St. Wendel, brachte das auf den Punkt, was die meisten der 150 Schlecker-Mitarbeiterinnen fühlten, die gestern zu einer Belegschaftsversammlung nach Schmelz gekommen waren. Eingeladen hatte die Gewerkschaft Verdi.

Die angesprochene Angst-Vertreiberin war Margit Fink, Mitarbeiterin im 70-köpfigen Team des Schlecker-Insolvenzverwalters Arndt Geiwitz. Die Anwältin hetzt im Moment von Termin zu Termin, um den Schlecker-Beschäftigten zu sagen, dass ihre Gehälter bis Ende März durch das Insolvenzausfallgeld gesichert sind, dass auch Überstunden weiter bezahlt werden, dass kein Urlaubsanspruch verfällt, dass die Filialen inzwischen wieder mit Waren versorgt werden, dass Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen weiter gelten.

Im Saarland arbeiten rund 300 der etwa 33 000 Schlecker-Mitarbeiterinnen, die von der Insolvenz betroffen sind. Knapp 70 Filialen betreibt der Drogeriemarkt-Riese noch an der Saar. „Es waren mal mehr als 200“, erinnert sich Marlies Thelen, die seit 1994 bei Schlecker beschäftigt ist und Ende Juli in Rente geht. „Die Frauen machen wirklich einen guten Job, sind freundlich und kompetent“. „Das müssen auch unsere Vorgesetzten erkennen und damit aufhören, unnötigen Druck zu erzeugen“, schimpft sie. Valeska Louis, Filialleiterin in Hostenbach, sieht eine Trendwende. „Die Leute kommen öfter, die Regale füllen sich wieder“, ist sie zuversichtlich.

Wie es nach dem 1. April weitergeht, wenn das Insolvenzverfahren eröffnet ist, wusste auch Margit Fink nicht. „Wir wollen möglichst viele Arbeitsplätze erhalten“, sagte sie nur. Wenn Jobs abgebaut werden, „wollen wir die Betroffenen frühzeitig und persönlich informieren“. Für die Landesregierung sicherte Staatssekretär Gerhard Wack Unterstützung zu, für die Landtagsfraktionen waren es Egbert Ulrich (CDU) und Heinz Bierbaum (Linke). low

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