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Saarbrücken

Studentenwerk lässt Wohnheim an der Universität räumen

Von SZ-Mitarbeiter Björn Heib

Aufgrund von Mängeln beim Brandschutz müssen Bewohner des Wohnheims D demnächst ihre Zimmer räumen. Bis alle Betroffenen umgesiedelt wurden, soll eine Brandwache für Sicherheit sorgen. (Veröffentlicht am 31.01.2012)

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»Am Freitag teilte uns die Untere Bauaufsicht in einem Schreiben mit, dass Gefahr für Leib und Leben besteht«, erklärt Anne-Marie Oswald, Geschäftsführerin des Studentenwerks.Foto: Honk

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Studentenwerk verteidigt Entscheidung zur Räumung des Wohnheims D an der Uni

Die plötzliche Entscheidung zur Schließung des Wohnheims bis zum 31. März war laut Studentenwerk aus finanziellen Gründen unausweichlich. Die Suche nach Ersatzwohnungen ist inzwischen angelaufen.

Bewohner des maroden Wohnheims D an der Universität sorgen sich um Unterkunft

Das Studentenwerk hat am Freitagabend alle Bewohner des Studentenwohnheims D über das weitere Vorgehen aufgeklärt. Aktuell steht nur für 58 von 260 Betroffenen eine Ersatzwohnung zur Verfügung.

Studentenwerk will Wohnungsproblem zeitnah lösen

Nach dem „Blauen Brief“ der Unteren Bauaufsicht, der den Bewohnern des Uni-Wohnheims D „Gefahr für Leib und Leben“ bescheinigt, will das Studentenwerk für 260 Studenten zeitnah neuen Wohnraum finden.
Saarbrücken. Schwere bautechnische Mängel, Schimmel, mangelnder Flucht- und Brandschutz: Seit Jahren ist das Wohnheim D an der Universität des Saarlandes stark sanierungsbedürftig (wir berichteten). Nachdem im Dezember 2011 im Rahmen einer Brandschau erneut erhebliche brandschutztechnische Mängel festgestellt wurden, beschloss das Studentenwerk am Montag, das Wohnheim räumen zu lassen. „Am Freitag teilte uns die Untere Bauaufsicht in einem Schreiben mit, dass Gefahr für Leib und Leben besteht“, erklärt Anne-Marie Oswald, Geschäftsführerin des Studentenwerks.

Für rund 260 Studierende, die gestern per Infoblatt von der Schließung erfuhren, bedeutet das: Umsiedlung. Dabei könne nur ein kleiner Teil der Bewohner in andere Wohnheime an der Universität umziehen. Wie viele Plätze in den übrigen Heimen aktuell zur Verfügung stehen, ist dem Studentenwerk zurzeit nicht bekannt, da zum Semesterende zahlreiche Studenten ein- oder ausziehen. Weitere Ersatzwohnungen, beispielsweise im Stadtgebiet, wurden bisher nicht gefunden. „Wir sind wenig optimistisch. Das Studentenwerk ist diesbezüglich für jeden Tipp dankbar“, schildert Anne-Marie Oswald. Hinzu kommt, dass für die Studierenden mit der Umsiedlung eine finanzielle Mehrbelastung gegenüber der jetzigen Monatsmiete von 168 Euro entstehen könne.

Auf die Straße gesetzt zu werden müssen Studierende allerdings nicht befürchten: „Feuerwehr und Bauaufsicht haben uns keine Räumungsfrist gesetzt“, erklärt Anne-Marie Oswald. Dennoch solle die Räumung schnellstmöglich erfolgen, teilt die Geschäftsführerin weiter mit. Aus Sicherheitsgründen wird ab Donnerstag eine Brandwache, bestehend aus Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr, in der Zeit von 15 bis sieben Uhr morgens eingesetzt. Ansonsten habe der Hausmeister die Aufsicht.

Völlig überraschend kommt die Schließung für Désirée Krämer vom Allgemeinen Studierenden Ausschuss (Asta) nicht: „Wir wurden nicht müde, auf die baulichen Mängel des Wohnheims hinzuweisen.“ Aussagen der Universitäts-Pressesprecherin Friederike Meyer zu Tittingdorf zufolge gebe es bereits seit dem Jahr 2004 Sanierungsgespräche: „Es liefen Gespräche mit dem Land. Allerdings ist zurzeit kein Geld da.“

Das Studentenwerk lädt die Betroffenen am Freitag um 18 Uhr in die Mensa zu einer Krisensitzung ein. Dort sollen die Bewohner über die Hintergründe zur Schließung und dem weiteren Vorgehen aufgeklärt werden.  

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