„Wir müssen das Haus jetzt nicht sofort räumen und werden auch niemanden auf die Straße setzen“, sagt Oswald und versichert: „Wir schaffen Ersatzwohnraum.“ Telefonisch wurden ihr gestern bereits verschiedene Objekte angeboten. „Zumindest eines davon scheint realistisch zu sein.“ Soll heißen, „die Wohnungen liegen nah bei der Uni und sind sofort beziehbar“. Der Haken: Ein Zimmer im Wohnheim, das im Schnitt elf Quadratmeter misst, kostet monatlich 168 Euro Warmmiete. „Die angebotenen Wohnungen liegen klar darüber“, erklärt die Geschäftsführerin des Studentenwerks, ohne genaue Zahlen zu nennen. Für Studierende wäre deren Kenntnis eh uninteressant, „denn die Differenz zahlen wir, nicht die Studenten“. Zudem wären diese Wohnungen nur dazu da, um Spitzen abzufangen. Oswald: „Die meisten der 260 Betroffenen werden wir in den anderen Wohnheimen unterbringen können.“ Zehn Wohnheime betreibt das Studentenwerk in Homburg und Saarbrücken, in denen knapp 1000 Studierende wohnen. In den neun verbleibenden soll auf zweierlei Art Platz für die Zuzöglinge geschaffen werden: Auslaufende Mietverträge werden nicht verlängert, und die Warteliste mit potenziellen Mietern bleibt vorerst unbearbeitet. Keine optimale Lösung. „Aber ich glaube, dass wir das Haus auf diese Weise bis zum 31. März geräumt haben werden, ohne dass Leute auf der Straße sitzen“, erläutert Oswald, die für das Wohnheim D, das aus den 60er Jahren stammt, nur eine vernünftige Sanierungsvariante sieht: Entkernen oder Abreißen und neu bauen. Bis das geschieht oder sonst eine Lösung gefunden ist, fehlen 260 Wohnungen.
Die kann auch die Saarbrücker Siedlungsgesellschaft nicht einfach aus dem Boden stampfen. Aber: „Wir hätten zumindest mittelfristig helfen können“, sagt deren Sprecherin Heike Dillhöfer. „Wir hätten schon vorher geholfen, denn das Wohnungsproblem taucht ja immer zu Semesterbeginn auf“, führt sie weiter aus. So seien der Universität vor Semesterbeginn Wohnungen auf dem Eschberg und in Malstatt angeboten worden.
Die hätten zwar umgebaut werden müssen, wären „dann aber ein adäquates Angebot für Studierende gewesen“. Jedoch sei darauf nicht reagiert worden. „Es kam keine Rückantwort“, sagt Dillhofer. „Alleine in Malstatt hätten wir 62 Zwei-Zimmer-Wohnungen gehabt.“ tog




































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