Saarland wehrt sich gegen weiteren Bahn-Abzug
Der Betriebsrat der DB Regio befürchtet den Abbau von bis zu 500 Arbeitsplätzen der Bahn an der Saar. Hintergrund ist unter anderem, dass eine Tochter der italienischen Bahn ab 2014 von Saarbrücken zum Frankfurter Airport fahren soll. (Veröffentlicht am 01.02.2012)
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Saarbrücken. Der drohende Verlust Hunderter Arbeitsplätze bei der Deutschen Bahn (DB) im Saarland hat die Politik auf den Plan gerufen. Saar-Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU)kündigte gestern an, sie werden versuchen, die Neu-Vergabe der Nahverkehrsverbindung von Saarbrücken zum Frankfurter Flughafen durch den zuständigen Zweckverband rechtlich prüfen zu lassen. Die Strecke soll nach Angaben von Ralf Damde, dem Vorsitzenden des regionalen Betriebsrates der DB Regio, ab 2014 von einer Tochtergesellschaft der italienischen Staatsbahn, der Regentalbahn mit Sitz in Bayern, bedient werden. Unter anderem wegen der Neuvergabe von Nahverkehrsstrecken in Rheinland-Pfalz sieht Damde im Saarland insgesamt 500 Arbeitsplätze gefährdet. Diese Strecken werden bisher von der DB Regio mit etwa 300 Beschäftigen von Saarbrücken aus bedient. Gefährdet seien auch das Reisezentrum, die Bereiche DB Sicherheit inklusive der Betreuung der Züge sowie der Bereich Station und Service. Weitere 100 Beschäftigte in der Saar Service GmbH, eine Tochtergesellschaft der DB und der Stadt Saarbrücken, seien von mögliche Kürzungen betroffen. „Die DB Regio ist die letzte eingeständige Organisation der DB im Saarland. Die Politik muss uns helfen“, so Damde, der die Beschäftigten zu einer Betriebsversammlung am heutigen Mittwoch um 11 Uhr geladen hat. Um 12 Uhr wollen auf einer Kundgebung Kramp-Karrenbauer, SPD-Chef Heiko Maas und Linke-Fraktionschef Oskar Lafontaine sprechen. Auch Bahn-Chef Rüdiger Grube hat sich angekündigt.
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