„Wir sind latent verärgert“, sagte Pressesprecher Christian Gruber zur erneuten Enttäuschung für den abstiegsbedrohten FCK. Denn: „Wir sind uns mit dem Spieler einig. Allerdings ist der Vertrag noch nicht unterschrieben“, hatte es am Sonntag geheißen. „Nun heißt es aus sportlichen Gründen, aber wir wissen ja, was das heißt: Es ging bei Borysiuk ums Geld“, sagt Kuntz, auch wenn er zugesteht, dass Brügge eine attraktive sportliche Perspektive bietet: „Da kommt der finanzielle Aspekt dazu, aber Brügge spielt auch noch in der Europa League.“ Wo es in der K.o-Runde gegen Hannover 96 geht.
Was die Sache für den FCK besonders schmerzhaft macht – im Bezug auf die Kaderplanung und das Bild, das von der Transferperiode bleibt: Borysiuk ist nicht der erste Spieler in diesem Winter, der kurzfristig noch abspringt. Schon zu Jahresbeginn scheiterte ein fast perfekter Transfer. Verteidiger Gary Kagelmacher hatte schon in Kaiserslautern mittrainiert, wechselte dann aber zum AS Monaco. Kuntz' sagt: „Da müssen wir uns dann auch über die zwei Städte unterhalten. Denn wenn ich zu einer Mannschaft vom Tabellenende der 2. französischen Liga gehe, dann mache ich das nicht wegen der sportlichen Perspektive.“
Immerhin hatte Kuntz bei Kagelmacher eine Alternative in der Hinterhand. Vergangene Woche kam der vereinslose Anthar Yahia in die Pfalz. Auch im Fall Borysiuk bestätigt er, dass der FCK einen Plan B hat. Bis heute 12 Uhr muss die Alternative auf der Transferliste stehen, bis 18 Uhr der Vertrag unterschieben sein.
Am Rande
Fußball-Bundesligist 1. FC Kaiserslautern leiht Mittelfeldspieler Gil Vermouth bis Saisonende an den Niederländischen Erstligisten De Graafschap aus. Das teilte der FCK gestern mit. Eine Kaufoption sei nicht vereinbart worden. Der Vertrag des 26-Jährigen beim FCK läuft bis 2015. Der Israeli war im Juni 2011 für 750 000 Euro Ablöse von Hapoel Tel Aviv gekommen und bestritt zwei Erstliga-Spiele für Kaiserslautern. Für sein Heimatland war er in 15 Länderspielen im Einsatz. red




































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