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Homburg

Lafontaine und Wagenknecht wettern gegen Pläne für große Koalition

Von SZ-Redakteur Johannes Schleuning

Die Linkspartei will einer großen Koalition im Saarland „einen Strich durch die Rechnung machen“. Fraktionschef Oskar Lafontaine und Vize-Parteichefin Sahra Wagenknecht warben dafür in Homburg um Wählerstimmen. (Veröffentlicht am 31.01.2012)

Die Linkspartei will einer großen Koalition im Saarland »einen Strich durch die Rechnung machen«. Fraktionschef Oskar Lafontaine und Vize-Parteichefin Sahra Wagenknecht warben dafür in Homburg um Wählerstimmen.Foto: Oliver Dietze (dpa)

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Falsch sei im Übrigen auch, was der Engel Maas über die Position der Linken zur Schuldenbremse ins Ohr geflüstert habe: „Die Linke will die Schuldenbremse einhalten, aber nicht auf Kosten der kleinen Leute, sondern auf Kosten der Millionäre“, sagte Lafontaine mit Blick auf die Einführung einer Vermögenssteuer. Und kampfeslustig fügte er hinzu: „Noch sind die Dinge nicht entschieden. Noch muss man mit den Wählern rechnen, die nicht mit dieser CDU ins Bett wollen.“ Die Linke werde dem Ansinnen für eine große Koalition „einen Strich durch die Rechnung machen.“ Im Gespräch mit der SZ fügt Lafontaine an: „Die SPD will etwa bei der Vermögenssteuer, beim gesetzlichen Mindestlohn und bei der Begrenzung der Leiharbeit angeblich das Gleiche wie wir. Da soll Maas mal erklären, weshalb er dann eine Koalition mit der CDU eingehen will.“

Die Vermögenssteuer ist es auch, die Sahra Wagenknecht in ihrer Rede ins Visier nimmt. „Sie ist überfällig“, sagte die Vizechefin der Linkspartei, die ihren Lebensgefährten Lafontaine zum Wahlkampfauftakt nach Homburg begleitet hatte. In ihrer eher grundsätzlichen, aber nicht minder populistischen Rede forderte sie: „Wir brauchen keine Sparkommissare, sondern Politiker, die es sich trauen, sich mit Banken und Reichen anzulegen.“ Ihre Botschaft ins Saarland: Die Linke müsse so stark werden, „dass man die SPD so unter Druck setzen kann, dass sie der großen Koalition abschwört.“

Einen Hieb auf den Verfassungsschutz wollte auch sie sich zu guter Letzt nicht verkneifen. „Wenn es immer heißt, das Land muss sparen: Diese Behörde kann es getrost sich sparen“, so Wagenknecht.

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